Die Adidas-Aktie kann am Mittwoch deutlich zulegen. Rückenwind bieten die Ergebnisse für das zweite Quartal des Konkurrenten Foot Locker. Dessen Aktie kommt vorbörslich allerdings nicht in Schwung.
Erstmals seit sechs Quartalen stiegen die vergleichbaren Umsätze um 2,6 Prozent, deutlich über den Analystenerwartungen von 0,7 Prozent. Die Bruttomarge konnte ebenfalls gesteigert werden. Der bereinigte Verlust pro Aktie lag bei fünf Cent und damit unter den erwarteten sieben Cent. Der Umsatz betrug 1,90 Milliarden Dollar und übertraf damit leicht die Erwartungen von 1,89 Milliarden Dollar.
Prognosen
Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert Food Locker ein Umsatzwachstum zwischen einem leichten Rückgang und einem Wachstum von bis zu einem Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten einen Rückgang von 0,4 Prozent erwartet. Der bereinigte Gewinn pro Aktie wird zwischen 1,50 und 1,70 Dollar erwartet, während Analysten von 1,54 Dollar ausgegangen waren. Mary Dillon hat Maßnahmen zur Stabilisierung und Modernisierung des Unternehmens eingeführt, darunter die Reparatur der Beziehung zu Nike und die Modernisierung der Filialen mit einer Investition von 275 Millionen Dollar.
Zur Kostensenkung plant Food Locker die Schließung von Geschäften und E-Commerce-Aktivitäten in Südkorea, Dänemark, Norwegen und Schweden sowie die Übergabe des Betriebs in Griechenland und Rumänien an Drittanbieter. Insgesamt sollen 659 Geschäfte geschlossen werden, davon 30 in der Asien-Pazifik-Region und 629 in Europa. Zusätzlich wird der Hauptsitz von New York City nach St. Petersburg, Florida verlegt, um Kosten zu sparen und die Zusammenarbeit zu fördern. Trotz wirtschaftlichen Drucks durch Inflation und hohe Zinsen strebt Food Locker eine Umsatzsteigerung an.
Das machen die Aktien:
Die Adidas-Aktie klettert am Mittwoch um 1,3 Prozent. Die Aktie von Foot Locker gibt im vorbörslichen Handel allerdings um 2,2 Prozent.
von Sarina Rosenbusch