Zur Mittagszeit stieg der DAX um 0,41 Prozent und erreichte damit 18.524,69 Punkte. Diese positive Entwicklung half dem Index, die Verluste der vergangenen Wochen auszugleichen und das Niveau von Ende Juli wieder zu erreichen. Auch der MDAX verzeichnete einen Anstieg von 0,62 Prozent und notierte bei 25.069,55 Punkten. Auf europäischer Ebene konnten ebenfalls moderate Gewinne verbucht werden.
Trotz der positiven Kursentwicklungen blieben die Anleger vorsichtig aufgrund des bevorstehenden Treffens der Notenbanker in Jackson Hole. Marktteilnehmer sind besonders gespannt auf die Rede von Jerome Powell, dem Vorsitzenden der US-Notenbank, da sie sich Hinweise auf zukünftige Zinsschritte erhoffen.
Die Konjunkturdaten aus der Euroregion boten ebenfalls Anlass zur Zuversicht. Der Einkaufsmanager-Index stieg auf 51,2 Punkte und überschritt somit die wichtige Expansionsschwelle von 50 Punkten. Vincent Stamer von der Commerzbank betonte, dass der Index damit den Rezessionsbereich verlassen habe. Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank wies darauf hin, dass der Anstieg größtenteils durch die positive Entwicklung im französischen Dienstleistungssektor beeinflusst wurde, die im Rahmen der Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele stattfand.
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Die Aktien der Deutschen Bank legten um 3,1 Prozent zu und führten damit den DAX an. Diese Kurssteigerung resultiert aus einer Einigung im Entschädigungsstreit rund um die Übernahme der Postbank im Jahr 2010.
Daneben konnte auch CTS Eventim aus dem MDAX überzeugen. Das Unternehmen verzeichnete einen Anstieg von 6,7 Prozent, was auf ein schnelleres Wachstum im zweiten Quartal und eine positive Jahresprognose zurückzuführen ist. Der Veranstalter und Ticketvermarkter erreichte ein Rekordhoch und zeigt sich für den Rest des Jahres optimistisch.
HelloFresh notierte im MDAX mit einem Plus von sechs Prozent. Dieser Kursgewinn wurde durch das verstärkte Engagement des Investors Active Ownership Capital begünstigt, welcher in größerem Umfang eingestiegen ist.
Ein weniger erfreuliches Bild zeigte sich hingegen bei den Aktien von Aixtron und Süss Microtec, welche Einbußen von ein bis zwei Prozent hinnehmen mussten. Grund hierfür war die Kürzung von Investitionen durch den US-Chipkonzern Wolfspeed, was Sorgen über das künftige Wachstum der Halbleiterausrüster schürte (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch