Die Aktien des deutschen Unternehmens Aixtron haben am Donnerstag einen merklichen Kursrückgang verzeichnet. Im Tagesverlauf fielen sie um bis zu 3,3 Prozent, zuletzt betrug das Minus rund zwei Prozent. Ursache war eine Kürzung der Investitionen durch den US-Chipkonzern Wolfspeed. Auch Süss Microtec zeigt sich am Vormittag belastet.
Der aktuelle Kursrückgang ist hauptsächlich auf die neuesten Informationen des US-Chipkonzerns Wolfspeed zurückzuführen. Wolfspeed hatte am Vorabend nach US-Börsenschluss Geschäftszahlen präsentiert, die bei den eigenen Aktionären gut ankamen. Die Aktie von Wolfspeed legte im vorbörslichen Handel in New York um mehr als sieben zu. Dennoch belasteten die Ankündigungen von Wolfspeed die deutschen Halbleiterausrüster-Aktien schwer. Wolfspeed kündigte für das Jahr 2025 Kostensenkungen und eine Reduzierung der Nettoinvestitionen um 200 Millionen Dollar an, was die Wachstumssorgen bei Aixtron verstärkt.
Bereits vor Weihnachten 2023 lag der Kurs von Aixtron-Aktien noch bei fast 40 Euro. Seitdem hat sich der Wert mehr als halbiert und erreichte vor wenigen Tagen mit 17 Euro den niedrigsten Stand seit März 2022. Ein weiterer Aspekt, der Druck auf Aixtron ausübt, ist das gemeinsam mit ZF geplante Werk in Deutschland, dessen Umsetzung jedoch laut Medienberichten bereits vor Monaten verschoben wurde.
Im Vergleich dazu verzeichneten die Aktien von Süss Microtec heute einen kleineren Rückgang von 0,9 Prozent. Trotz dessen zeigen Süss Microtec-Aktien im Jahr 2024 eine beeindruckendere Performance als Aixtron. Der Kurs hat sich verdoppelt und im Juli ein Rekordhoch erreicht, derzeit liegt er jedoch etwa 20 Prozent unter diesem Höchststand (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch