Seit den Börsenturbulenzen Anfang August hat die Aktie der Siemens AG deutliche Wertverluste hinnehmen müssen und auch heute steht das Papier weiterhin unter Druck. Trotz solider Quartalszahlen und einer Bestätigung des Jahresausblicks bleibt das wirtschaftliche Umfeld herausfordernd.
Am Donnerstag schwankte die Siemens-Aktie zwischen Verlusten und minimalen Gewinnen. Um die Mittagszeit notierte die Aktie 0,6 Prozent niedriger bei 155 Euro. Seit den Börsenturbulenzen Anfang August hat das Papier insgesamt neun Prozent an Wert verloren.
Quartalszahlen und Ausblick
Der jüngst veröffentlichte Quartalsbericht wurde von Analysten als „solide“ beurteilt. Siemens erzielte im dritten Geschäftsquartal bessere Ergebnisse als erwartet. Die Erlöse stiegen um vier Prozent auf 18,9 Milliarden Euro. Das vergleichbare Wachstum betrug dabei fünf Prozent. Das Ergebnis des industriellen Geschäfts, das die operative Entwicklung abbildet, legte um elf Prozent auf 3,0 Milliarden Euro zu. Besonders positiv: Das Segment Digital Industries verzeichnete mit einer verbesserten Marge eine Verringerung der Unsicherheiten. Nach Steuern verdiente Siemens mit 2,1 Milliarden Euro fast die Hälfte mehr als im Vorjahr. Siemens bestätigte den Jahresausblick, was von Marktteilnehmern positiv aufgenommen wurde.
Marktentwicklung und Analysteneinschätzungen
Trotz dieses positiven Signals bleiben konjunkturelle Sorgen bestehen. Analyst Alexander Hauenstein hat seine Prognosen für das Unternehmen leicht nach unten korrigiert, da das wirtschaftliche Umfeld weiterhin Herausforderungen birgt. Im Vergleich zur Konkurrenz hebt sich Siemens durch die Bestätigung seines Ausblicks ab. Die Quartalszahlen wurden insgesamt besser als erwartet bewertet, und der starke Auftragseingang erhielt besondere Anerkennung von den Marktbeobachtern.