Die Aktie von United Internet hat am Montag einen Kursrückgang von 9,4 Prozent auf Tradegate verzeichnet. Grund dafür ist eine Gewinnwarnung des Unternehmens, die am Freitag nach Börsenschluss veröffentlicht wurde.
United Internet hat seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2024 von ursprünglich 6,5 Milliarden Euro auf 6,4 Milliarden Euro gesenkt. Trotz dieser Anpassung wird weiterhin ein Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr erwartet, in dem das Unternehmen einen Umsatz von 6,213 Milliarden Euro erzielte.
Auch die Gewinnprognose (EBITDA) für 2024 wurde angepasst. Die neue Prognose liegt nun bei 1,38 Milliarden Euro, leicht unter der bisherigen Schätzung von 1,42 Milliarden Euro. Unter Einbeziehung periodenfremder Aufwendungen beträgt die aktualisierte Prognose 1,39 Milliarden Euro. Im Vorjahr lag das EBITDA bei 1,30 Milliarden Euro. Damit wird weiterhin ein Anstieg prognostiziert, allerdings lagen die Analystenerwartungen bisher leicht über den neuen Vorhersagen.
Probleme bei 1&1
Ein wesentlicher Faktor für die Anpassung der Prognose ist der vorübergehende Ausfall des Mobilfunknetzes bei der Tochtergesellschaft 1&1. Dieser Vorfall führte zu vermehrten Kündigungen und beeinflusste negativ den Umsatz und die Gewinnerwartungen. Außerdem wurden Nachberechnungen beim Netzausbau für die Jahre 2022 und 2023 vorgenommen, die sich ebenfalls auf die aktuellen Prognosen auswirkten.
In den Halbjahreszahlen für 2024 stieg der Konzernumsatz um 2,8 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Das EBITDA sank jedoch um knapp ein Prozent auf rund 662 Millionen Euro. Auch 1&1 musste ihre Jahresprognosen nach unten korrigieren. Der Halbjahresumsatz stieg um 1,1 Prozent auf rund 2 Milliarden Euro, allerdings sank das EBITDA um 7,2 Prozent auf 326,6 Millionen Euro, bedingt durch höhere Anlaufkosten für das Mobilfunknetz.
Investitionsausgaben steigen
United Internet erwartet nun eine Steigerung der Investitionsausgaben (Cash-CAPEX) um zehn bis 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vorher lag diese Prognose bei zehn bis 20 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch