Bis zur Mittagszeit verlor der DAX 2,34 Prozent und sank auf 17.248,07 Punkte, den tiefsten Stand seit Februar. Damit durchbrach er die charttechnisch wichtige 200-Tage-Linie. Seit Beginn des Monats hat der DAX nahezu sieben Prozent eingebüßt. Der MDax verlor 2,59 Prozent auf 23.831,53 Punkte, während der SDAX um 3,67 Prozent nachgab.
Auch die internationalen Märkte stehen unter Druck. An den US-Börsen kam es zu starken Verlusten, und die japanische Börse erlebte einen Einbruch. Der Nikkei 225 fiel um 12 Prozent, was die Anleger zusätzlich verunsicherte. Gleichzeitig verschärft sich die geopolitische Lage durch eine mögliche Eskalation im Nahost-Konflikt, da ein Angriff Irans auf Israel droht. In den USA wurde die höchste Arbeitslosenquote seit drei Jahren verzeichnet, was die Rezessionsängste aufgrund der hohen Zinsen der US-Notenbank Fed verstärkt.
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Im Dax gab es zur Mittagszeit nur Verlierer. Auch Infineon konnte sich letztlich dem Abwärtssog nicht entziehen und verlor 3,4 Prozent. Zeitweise hatte die Aktie noch deutlich zugelegt. Die Geschäfte des Münchner Chipherstellers verbesserten sich im dritten Geschäftsquartal leicht, der Abwärtstrend der Vorquartale wurde somit gestoppt.
Einen Kurseinbruch von mehr als 18 Prozent erlitten am MDAX-Ende die Papiere von United Internet. Der Internet- und Telekommunikationskonzern hatte nach dem vorübergehenden Ausfall des Mobilfunknetzes seiner Tochter 1&1 die Erwartungen an das Gesamtjahr gesenkt. Deren Aktien sackten als Schlusslicht im SDAX um 16,5 Prozent ab.
Aurubis büßten nach durchwachsenen Quartalszahlen 8,5 Prozent ein. Höhere Preise für Kupfer und Schwefelsäure gaben dem Kupferhersteller im dritten Geschäftsquartal zwar Rückenwind, dem gegenüber standen jedoch hohe Kosten für einen geplanten Wartungsstillstand in Hamburg (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch