Der DAX dürfte die neue Woche so beginnen, wie die vorige geendet hat: schwach.
Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex Dax signalisierte eine Stunde vor Handelsbeginn ein Minus von 2,4 Prozent auf 17.246 Punkte.
Nach dem Kursrutsch in der Vorwoche im Zuge schwacher Weltbörsen und der Furcht vor einer Rezession in den USA nimmt der Index allmählich Kurs auf die viel beachtete 200-Tage-Linie, die Hinweise auf den längerfristigen Trend gibt. Der technische Indikator liegt bei 17.399 Punkten. Die Vorgaben sind weiter ungünstig. In New York hatten sich am Freitag die Kursverluste fortgesetzt. In Japan brach der Nikkei am Montag abermals ein.
Talfahrt in den USA
Die US-Börsen haben am Freitag ihre Talfahrt mit Tempo fortgesetzt. Schwache Arbeitsmarktdaten gaben den tags zuvor hochgekochten Rezessionssorgen weitere Nahrung. Die wachsenden Spannungen im Nahen Osten sowie enttäuschende Quartalsberichte von Intel und Amazon belasteten ebenfalls die Stimmung. Der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial büßte letztlich 1,51 Prozent auf 39.737 Punkte ein, womit sich für die abgelaufene Handelswoche ein Verlust von 2,1 Prozent ergibt.
Flash-Crash in Asien
Die Schwäche an den Aktienmärkten in Asien hat sich zum Wochenstart insbesondere in Japan fortgesetzt. Der Anstieg des Yen, mögliche Zinserhöhungen und die trüberen Wirtschaftsaussichten für die USA untergraben dort das Vertrauen der Investoren. Der japanische Leitindex Nikkei 225 beschleunigte am Montag seine Talfahrt und sackte zuletzt um 7,6 Prozent ab. In China war das Bild nicht ganz so trüb. Der techwertelastige Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong sank leicht um 0,2 Prozent und der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen legte sogar um 0,2 Prozent zu.
Unternehmensnews
Hierzulande geht die Berichtssaison in eine neue Runde. Der Chipkonzern Infineon verbesserte sich zwar im dritten Geschäftsquartal leicht und stoppte seinen Abwärtstrend der Vorquartale. Allerdings schreitet die Erholung nur langsam voran, wie Konzernchef Jochen Hanebeck bei der Vorstellung der Zahlen in Neubiberg bei München erklärte. Die Aktien von Infineon notierten auf der Handelsplattform Tradegate vier Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag und litten damit auch unter der insgesamt sehr schlechten Marktstimmung.
Der Internet- und Telekommunikationskonzern United Internet senkte nach dem vorübergehenden Ausfall des Mobilfunknetzes seiner Tochter 1&1 die Erwartungen an das Gesamtjahr etwas. Die Papiere von United Internet fielen auf Tradegate um mehr als neun Prozent.
Höhere Preise für Kupfer und Schwefelsäure lieferten Aurubis im dritten Geschäftsquartal Rückenwind. Zudem profitiert das Unternehmen weiter von gesunkenen Energiepreisen. Dem standen hohe Kosten für einen Wartungsstillstand in Hamburg gegenüber. Für die Aurubis-Anteilsscheine ging es auf Tradegate um knapp drei Prozent nach unten (mit Material von dpa-AFX).