Symrise, der Hersteller von Duftstoffen und Aromen, hat für das erste Halbjahr am Donnerstag starke Zahlen geliefert. Dennoch verzeichnet die Aktie am Vormittag einen deutlichen Rückgang. Die unveränderten Jahresziele führten bei den Anlegern zu Enttäuschung.
Im ersten Halbjahr 2024 konnte das Unternehmen den Umsatz um 6,3 Prozent auf 2,57 Milliarden Euro steigern. Das organische Wachstum lag bei 11,5 Prozent. Die Ebitda-Marge verbesserte sich auf 20,7 Prozent, und der operative Gewinn stieg um 11,5 Prozent auf knapp 530 Millionen Euro. Der Überschuss wuchs von fast 180 Millionen Euro auf gut 239 Millionen Euro.
Hauptumsatztreiber waren gute Geschäfte in den Bereichen teure Parfüms und Zusätze für Heimtiernahrung. Ein Sparprogramm trug zusätzlich zur Gewinnsteigerung bei.
Ausblick
Für das Gesamtjahr hält Symrise an den Zielen fest: Ein organisches Umsatzwachstum zwischen fünf und sieben Prozent sowie eine Ebitda-Marge von etwa zwanzig Prozent. Analyst Charles Eden von UBS weist jedoch auf eine mögliche Enttäuschung hin, da keine Erhöhung der Ziele für 2024 erfolgte. Analystin Georgina Fraser von Goldman Sachs hält die Markterwartungen bezüglich der operativen Gewinnmarge für ehrgeizig.
Im Rahmen des aktuellen Sparprogramms wurden bisher fünfzig Prozent der angestrebten Einsparungen von rund fünfzig Millionen Euro erzielt.
Portfolioanpassungen umfassen den Verkauf des Aqua-Feed-Geschäfts, das jährlich rund zwanzig Millionen Euro umsetzt, sowie die Trennung von Tochtergesellschaften in Costa Rica und Ecuador und die Schließung des Entwicklungs- und Verwaltungsbereichs in Frankreich.
Analystenstimmen
JPMorgan bewertet die Aktie mit „Overweight“ und bestätigt ein Kursziel von 130 Euro. Analyst Edward Hockin hob das solide Wachstum und die verbesserte Profitabilität im ersten Halbjahr 2024 hervor. Die UBS bleibt ebenfalls positiv mit einer „Buy“-Einschätzung und einem Kursziel von 134 Euro. Analyst Charles Eden betonte die Bedeutung der bevorstehenden Telefonkonferenz für mögliche Kursimpulse.
Im Gegensatz dazu zeigte sich die Baader Bank reservierter. Sie bewertet die Aktie mit „Add“ und einem Kursziel von 110 Euro. Laut Analyst Konstantin Wiechert entsprach das Zahlenwerk den Konsensschätzungen, jedoch waren die Markterwartungen höher, was zu Enttäuschungen führte. Die Margenerholung könnte zudem optimistischer eingeschätzt worden sein.
Goldman Sachs bleibt skeptisch und stuft die Aktie mit „Sell“ bei einem Kursziel von 110 Euro ein. Analystin Georgina Fraser begründete dies mit den enttäuschenden Ergebnissen des zweiten Quartals im Vergleich zur Konkurrenz.
Das macht die Symrise-Aktie:
Die Symrise-Aktie fällt um 3,5 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch