Die Merck-Aktie hat am Donnerstag einen leichten Anstieg verzeichnet. Auftrieb verliehen positive Q2-Ergebnisse und optimistische Zukunftsprognosen. Während das Segment Life Science Erholung zeigte, trieben insbesondere die Geschäftsbereiche Arzneien und Halbleitermaterialien den Umsatz des Unternehmens voran.
Merck konnte im zweiten Quartal den Umsatz um ein Prozent auf über 5,3 Milliarden Euro steigern. Hauptwachstumstreiber waren die Geschäftsbereiche Arzneien und Halbleitermaterialien, insbesondere im Pharma-Bereich durch Krebsmedikamente.
Im Bereich Elektronik verzeichnete Merck einen zweistelligen Umsatzanstieg mit Halbleitermaterialien, getrieben durch die Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz. Im Gegensatz dazu fiel das Geschäft mit Laborbedarf wegen des Endes des Corona-Booms und einem Abbau von Lagerbeständen zurück. Trotz des Wachstums sank der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda pre) um 2,9 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro. Der Nettogewinn fiel um 14,3 Prozent auf 605 Millionen Euro, bedingt durch Rückstellungen für gescheiterte klinische Studien eines Krebsmedikaments.
Ausblick
Merck bestätigte die erhöhte Prognose und hob die finanziellen Erwartungen für das Gesamtjahr an. Das Unternehmen erwartet nun einen Umsatz zwischen 20,7 und 22,1 Milliarden Euro sowie einen bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda pre) von 5,8 bis 6,4 Milliarden Euro. Trotz Herausforderungen im Laborgeschäft und gedämpfter Nachfrage nach Halbleitermaterialien zeigt sich Merck optimistisch. Das bereinigte EPS für Q2 liegt bei endgültigen 2,20 Euro und entspricht damit den vorherigen Schätzungen.
Das macht die Merck-Aktie:
Die Merck-Aktie steigt um rund ein Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch