Der Einstieg der Allianz bei Income Insurance sorgte zu Wochenbeginn für Kritik aus dem Heimatland des Konkurrenten. Das Management des Versicherers aus Singapur sowie sein bisheriger Mehrheitseigentümer sind diesen Bedenken mittlerweile aber entgegen getreten.
Die Allianz will für 1,5 Milliarden Euro die Mehrheit am singapurischen Versicherer Income Insurance übernehmen. Die Pläne sorgten im Heimatland des südostasiatischen Konzerns für Kritik. Mehrere prominente Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft forderten, den Deal zu stoppen, um die soziale Mission des Versicherers nicht zu gefährden.
Lim Boon Heng vom bisherigen Mehrheitseigner NTUC Enterprise und Income-Insurance-Ceo Andrew Yeo traten diesen Bedenken in einem Exklusivinterview mit The Straits Time entgegen. Das Angebot der Allianz, eine Mehrheitsbeteiligung an Income Insurance zu übernehmen, werde dem schwächelnden einheimischen Anbieter in einem Markt, der mittlerweile äußerst wettbewerbsintensiv ist, den dringend benötigten Schub geben.
Mithilfe der Allianz könne Income Insurance relevant bleiben und weiterhin seiner sozialen Mission nachzukommen, der Öffentlichkeit erschwingliche Versicherungen anbieten. Der Versicherer habe es mittlerweile mit überwiegend ausländischen Versicherern zu tun, die mit viel stärkeren und größeren Bilanzen aufwarten.
In diesem Wettbewerb gebe es keine Sonderprivilegien, keine Subventionen und auch keine Vorrechte für Income Insurance. Im Versicherungsgeschäft sei zudem Größe erforderlich, um profitabel zu sein. Diese bringt die Allianz als einer der größten Versicherer der Welt zweifellos mit.