Die Aktie des Kunststoffhändlers Covestro hat am Dienstag vorbörslich einen Kursrückgang verzeichnet. Auslöser waren schwache Geschäftsaussichten und finanzielle Herausforderungen im zweiten Quartal.
Covestro steht vor zahlreichen Herausforderungen, insbesondere aufgrund seiner Abhängigkeit von der schwächelnden Autoindustrie. Für das Gesamtjahr 2024 wird ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 1,0 bis 1,4 Milliarden Euro erwartet, nachdem im Vorjahr knapp 1,1 Milliarden Euro erreicht wurden. Frühere Prognosen sahen bis zu 1,6 Milliarden Euro vor, während die aktuelle mittlere Analystenschätzung in der unteren Hälfte der alten Spanne liegt.
Bedenklich ist auch der freie operative Finanzmittelzufluss (Free Operating Cashflow), der nun zwischen minus 100 und plus 100 Millionen Euro erwartet wird, im Vergleich zur früheren Erwartung von 0 bis 300 Millionen Euro.
Quartalsergebnisse
Die jüngsten Quartalsergebnisse zeigten im zweiten Quartal 2024 einen stabilen Umsatz von 3,7 Milliarden Euro, jedoch einen Rückgang des operativen Gewinns um 17 Prozent auf 320 Millionen Euro. Das Nettoergebnis fiel mit minus 72 Millionen Euro deutlich ins Minus, während es im Vorjahr noch bei 46 Millionen Euro lag. Die Prognose erwartete einen Gewinn von 14 Millionen Euro. Für das dritte Quartal wird ein operativer Gewinn zwischen 250 und 350 Millionen Euro prognostiziert.
Besonders besorgniserregend ist der freie operative Cashflow des zweiten Quartals, der mit minus 147 Millionen Euro erheblich schlechter ausfiel als im Vorjahresquartal mit minus zehn Millionen Euro. Trotz dieser negativen Kennzahlen verzeichnete Covestro ein Mengenwachstum von 9,3 Prozent, was über den prognostizierten 8,3 Prozent lag.
Das macht die Covestro-Aktie:
Die Covestro-Aktie fällt auf L&S um 1,7 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch