Zwei Tage nach Quartalszahlen setzt die Aktie der DWS Group ihre Bewegung über den Abwärtstrend fort. Für Aktionäre bleibt es im laufenden Jahr spannend, im kommenden Jahr ist die Unternehmensprognose ambitioniert. Für Dividendenjäger sind die Papiere in jedem Fall einen Blick wert.
Trotz eines Zuflusses von neuem Kapital von nur 1,9 Milliarden Euro im ersten Halbjahr ging die DWS-Aktie am Mittwoch nach Zahlen höher aus dem Handel. Anlegern gefiel stattdessen die Prognoseerhöhung für 2024. DER AKTIONÄR hatte mehrfach darauf hingewiesen, dass eine Zinswende auch bessere Geschäfte bei dem Vermögensverwalter ermöglichen sollte.Die bereinigten Umsätze sollen nun höher als bisher in Aussicht gestellt in 2024 ausfallen und auch der bereinigte Vorsteuergewinn soll über dem Wert von vergangenem Jahr liegen. Bei den Erträgen prognostiziert der Konsens aktuell für 2024 2,70 Milliarden Euro. Der Vorsteuergewinn dürfte eine Milliarde Euro erreichen. Der Trend zu passiven Produkten setzte sich im zweiten Quartal fort, im Gesamtjahr soll unter dem Strich mehr Kapital eingesammelt werden als 2023.Auch die Kosten dürften weiter sinken: Für die Kosten-Ertrags-Quote peilt das Management um CEO Stefan Hoops 2024 einen Wert von 62 bis 64 Prozent an. Nach 64,7 Prozent im ersten Halbjahr erscheint das realistisch. 2025 will man unter 59 Prozent liegen.Das gilt umso mehr für das Gewinnziel 2025: Der Gewinn je Aktie soll auf 4,50 Euro steigen. Im laufenden Jahr haben Analysten durchschnittlich 3,09 Euro auf dem Zettel. Für kommendes Jahr sehen sie bisher nur 3,94 Euro. Allerdings sieht sich der Konzern beispielsweise bei der Entwicklung der Managementprovisionen und der Performance- und Transaktionsgebühren nach den Halbjahreszahlen auf Kurs für die 2025er-Ziele.