Die Ölpreise haben sich am Montag stabilisiert. Im Vormittagshandel legten die Notierungen etwas zu und konnten damit einen kleinen Teil der jüngsten Verluste wettmachen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete zuletzt 83,07 US-Dollar. Das waren 44 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im August stieg um 39 Cent auf 80,52 Dollar.
Am Freitagabend war der Preis für Rohöl der Nordsee-Sorte Brent zeitweise etwa zwei Dollar je Barrel gefallen. Am Markt wurde auf ein vergleichsweise geringes Handelsvolumen verwiesen, das zu stärkeren Kursbewegungen führte. Zudem habe Ende der vergangenen Woche eine weltweite Computerpanne zahlreiche Wirtschaftsbereiche getroffen und für Verunsicherung an den Märkten gesorgt.
Zu Beginn der Handelswoche hätten hingegen Meldungen aus China die Ölpreise gestützt, heißt es weiter. Die Notenbank der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt stemmte sich mit einer Lockerung der Geldpolitik gegen die andauernde Wirtschaftsschwäche des Landes. Am frühen Morgen wurden mehrere Kreditzinsen gesenkt. Nach einem langen Boom, in dem auch viele Geisterstädte entstanden waren, lastet der schwache Immobilienmarkt schon länger auf der Wirtschaft Chinas sowie der Weltwirtschaft.
Das machen die Öl-Aktien
Die etablierten britischen Player notierten zum Wochenauftakt zunächst etwas leichter.
Für Shell ging es im frühen Montaghandel um 0,25 Prozent nach unten auf 2.786,50 Pence. Am Chart gilt es aktuell die 50-Tage-Linie bei 2.796,10 Pence erfolgreich als Supportzone zu testen und dann die 2.800-Pence-Marke zurückzuerobern.
BP notierten zuletzt minimal im Minus bei 457,15 Pence. Die Aktie ist aktuell auf Bodensuche, nachdem am Chart in der vergangenen Woche ein Death Cross entstanden ist. Dabei hat der GD50 die 200-Tage-Linie von oben nach unten gekreuzt und dadurch ein aus technischer Sicht starkes Verkaufssignal ausgelöst.
In den USA fielen die Aktien von ExxonMobil und Chevron vorbörslich um jeweils 0,33 Prozent auf 115,70 respektive 158,62 Dollar (mit Material von dpa-AFX).