Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat am Freitag die Arm-Aktie hochgestuft und damit für neue Zuversicht bei den Anlegern gesorgt. Gleichzeitig schraubte Analyst Lee Simpson das Kursziel gewaltig nach oben und begründete dies mit dem Aufstieg der „Edge AI“. Diese Details sollten Anleger jetzt kennen.
Bisher kommt KI vor allem in der Cloud zum Einsatz, da dort nötige Rechenleistung für die mathematischen Algorithmen zur Verfügung steht. Dank Edge Artificial Intelligence (Edge AI) soll sich dies nun ändern und die Rechenpower direkt auf die Endgeräte verlagert werden, was die Anwendungen unabhängiger nutzbar machen würde.
Laut Lee Simpson, Analyst bei Morgan Stanley, erfordert dieser Schritt jedoch „Echtzeitverarbeitung, Unterstützung für kleine Sprachmodelle (SLMs) und sichere Rechenleistung in einer Reihe von Endmärkten“. Gleichzeitig sieht Simpson den Chipdesigner Arm „gut positioniert, um Werte zu schaffen“, da er über die notwendige „Fähigkeit zur effizienten Skalierung der Rechenleistung, eine große Anzahl von Lizenzpartnern und eine riesige Entwicklergemeinde“ verfüge.
In einer neuen Studie hat der Morgan-Stanley-Analyst die Arm-Aktie daher von „equal weight“ auf „overweight“ hochgestuft und das Kursziel von 107 auf 190 Dollar erhöht. Damit sieht Simpson ein Aufwärtspotenzial von rund 17 Prozent auf Sicht der nächsten zwölf Monate. „Wir betrachten die Produkte von Arm als grundlegend für das erfolgreiche Aufkommen von Edge-KI“, so Simpson.
Dank dem positiven Analystenkommentar sowie der deutlichen Kurszielanhebung kann sich die Arm-Aktie am Freitag dem Abwärtssog entziehen. Im Gegensatz zu Nvidia oder Super Micro Computer geht es für das Papier um gut dreieinhalb Prozent nach oben. Gemessen am Kursziel von 190 Dollar erwartet die US-Investmentbank gar den Anstieg auf ein neues Rekordhoch. Der aktuelle Bestwert stammt vom vergangenen Dienstag und liegt bei 188,75 Dollar.