Am Donnerstag erleben die Rüstungsaktien einen deutlichen Aufschwung. Im Fokus stehen Rheinmetall und Renk, die von Goldman Sachs genau unter die Lupe genommen wurden. Die Analysten sehen dabei einen kleinen Favoriten.
Rheinmetall hat einen bedeutenden Rahmenvertrag mit der Bundeswehr abgeschlossen, der die Lieferung von 70-Millimeter-Übungsraketen für Kampfhubschrauber umfasst. Der potenzielle Auftragswert beläuft sich auf über 100 Millionen Euro. Die erste Lieferung ist für dieses Jahr geplant, während die Serienfertigung im Zeitraum von 2025 bis 2029 erfolgen soll.
Die Entwicklung und Produktion dieser Raketen erfolgt in Zusammenarbeit mit der belgischen Thales-Tochter FZ. Die Raketen werden unter anderem im Kampfhubschrauber Tiger eingesetzt und sind zur Bekämpfung von infanteristischen Zielen, Stellungen sowie ungepanzerten und leicht gepanzerten Fahrzeugen vorgesehen.
Bullish für Rheinmetall
Victor Allard von Goldman Sachs hat das Kursziel für die Rheinmetall-Aktie von 635 auf 651 Euro angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen. Er prognostiziert für das zweite Quartal starke Ergebnisse und hob die Stärke des Auftragseingangs hervor, die sich seiner Meinung nach auch im zweiten Halbjahr fortsetzen dürfte.
Gleichzeitig hat Allard das Kursziel für die Aktie von Renk von 27,60 Euro auf 26,10 Euro gesenkt, während die Bewertung auf „Neutral“ blieb. Der Experte erwartet durchschnittliche bis durchwachsene Geschäftszahlen. Zudem prognostiziert er eine Verlangsamung des Wachstums der Auftragseingänge im Jahresvergleich.
Das machen die Rüstungsaktien:
Die Rheinmetall-Aktie steigt um 0,5 Prozent, während Renk um 0,4 Prozent zulegt. Die Hensoldt-Papiere schießen um 1,8 Prozent hoch (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch