Die Aktie der Luxusmarke Burberry erleidet am Montag Kurseinbruch von rund zehn Prozent, nachdem das Unternehmen die Dividende ausfallen lässt. Doch damit nicht genug: Auch die Aktie der Swatch Group bricht nach schwachen Zahlen zweistellig ein. Das belastet die gesamte Luxusbranche.
Die Swatch Group hat in der ersten Jahreshälfte schwierige Monate hinter sich. Insbesondere in China, einem ihrer wichtigsten Märkte, hat sich die Nachfrage nach Uhren erheblich abgeschwächt. Auch die Produktionsseite des Unternehmens litt unter den schlechten Marktbedingungen.
Swatch meldete einen Nettoumsatz von 3,45 Milliarden Franken, was einem Rückgang von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. In Lokalwährungen sind die Verkäufe um elf Prozent gesunken. Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel von zuvor 686 Millionen Franken auf 204 Millionen Franken, was die EBIT-Marge um 8,1 Prozent auf jetzt 4,3 Prozent schrumpfen ließ. Der Konzerngewinn betrug 147 Millionen Franken und lag damit weit unter den knapp einer halben Milliarde Franken des ersten Halbjahrs 2023 sowie unter den Analystenprognosen von 354 Millionen Franken.
Der Umsatzrückgang ist hauptsächlich auf die gesunkene Nachfrage nach Luxusgütern in China sowie in Hongkong und Macau zurückzuführen. Diese Nachfrageschwäche wird voraussichtlich bis zum Jahresende anhalten.
Zweiter Knaller
Burberry entschied sich nach der Bekanntgabe einer Gewinnwarnung, den CEO auszutauschen und die Dividendenzahlungen zu kürzen. Joshua Schulman, ein erfahrener Manager, der zuvor bei Michael Kors und Coach wichtige Führungsrollen innehatte, wurde zum neuen CEO von Burberry ernannt. Der bisherige CEO Jonathan Akeroyd verließ das Unternehmen „mit sofortiger Wirkung im gegenseitigen Einvernehmen mit dem Vorstand“, wie es in der Unternehmensmitteilung hieß.
Gerry Murphy, Vorstandsvorsitzender von Burberry, äußerte, dass sich die Schwäche, die zu Beginn des Geschäftsjahres 2025 hervorgehoben wurde, verschärft habe. Sollte sich der aktuelle Trend im zweiten Quartal fortsetzen, erwartet wir für das erste Halbjahr einen operativen Verlust. Infolgedessen beschloss Burberry, die Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2025 auszusetzen.
Das machen die Luxusaktien:
Die Kurseinbrüche um jeweils rund zehn Prozent bei Burberry und Swatch Group belasten auch andere Luxustitel. Die LVMH-Papiere verlieren 2,2 Prozent, Kering fällt um 4,5 Prozent und Richemont muss Verluste in Höhe von 3,3 Prozent hinnehmen (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der alleinigen Gesellschafterin der finanztreff GmbH, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: LVMH.
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