Aixtron hat seine Jahresprognose für 2024 gesenkt, doch Analysten bleiben zuversichtlich. Trotz der Herabstufung erwarten sie positive Entwicklungen durch verstärkte Investitionen in fortschrittliche Leistungselektronik. Auch Insider zeigen Zuversicht durch kürzliche Aktienkäufe. Finalzahlen werden im Juli veröffentlicht.
Aixtron hat seine Planvorgaben für das Jahr 2024 präzisiert und dabei Umsatz- sowie EBIT-Marge gesenkt. Diese Anpassungen waren aufgrund der aktuellen Marktdynamik notwendig. Analysten bleiben jedoch optimistisch und erwarten eine positivere Auftragsdynamik. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt aktuell bei 28,32 Euro, etwa ein Drittel über dem derzeitigen Niveau von rund 21,75 Euro. Vor der Senkung der Prognose lag das Kursziel bei 31,88 Euro. Auch Insider wie Aufsichtsrat Kim Schindelhauer zeigen Zuversicht: Am 8. Juli erwarb er Aktien im Wert von 217.536 Euro zu einem Preis von 21,75 Euro.
Technologische Treiber
Trotz der Anpassungen erwarten Analysten und Insider eine mittelfristige Erholung der Aixtron-Aktie, sollten positive Nachrichten bestehen bleiben. Wesentliche Treiber hierfür sind steigende Investitionen in Siliziumkarbid- (SiC) und Galliumnitrid-Leistungselektronik (GaN). Diese Technologien gewinnen zunehmend an Bedeutung und könnten Aixtrons zukünftige Auftragslage positiv beeinflussen. Vorläufige Zahlen deuten auf einen starken Auftragseingang im letzten Quartal hin, insbesondere im Bereich SiC und GaN.
Zukünftige Aussichten
Die Dynamik in der Halbleiterbranche bestätigt: Traditionelle Silizium-basierte Lösungen werden zunehmend durch GaN und SiC ersetzt. Aixtron erwartet auch in den kommenden Quartalen starke Auftragseingänge und bleibt optimistisch hinsichtlich der Marktchancen. Investitionen der Kunden in Produktionsanlagen für Wide Bandgap Leistungshalbleiter setzen sich fort, was die kurzfristigen Herausforderungen abschwächen könnte. Ein verbesserter Produktmix könnte zudem im kommenden Jahr zu einer Ausweitung der Margen führen.
Am 25. Juli wird Aixtron seinen Halbjahresbericht 2024 veröffentlichen, in dem die finalen Zahlen zum ersten Halbjahr präsentiert werden.