Zahlreiche Analysten nehmen die Aktie von Bayer vor den Zahlen zum zweiten Quartal (Veröffentlichung für den 06. August angesetzt) genauer unter die Lupe. Nach verhaltenen Aussagen von JPMorgan und Goldman Sachs meldet sich nun auch Jefferies mit einem ebenfalls zurückhaltenden Kommentar zu Wort – und gedämpften Erwartungen.
Das Analysehaus Jefferies hat Bayer mit einem Kursziel von 29 Euro auf "Hold" belassen. Angesichts der weiter schwierigen Agrarmärkte und der schrumpfenden Gewinne mit dem Blutgerinnungs-Hemmer Xarelto würden Kostensenkungen zunehmend wichtig, um die Unternehmensziele zu erreichen, schrieb Analyst Charlie Bentley in seinem am Freitag vorliegenden Ausblick auf die anstehenden Quartalszahlen. Er senkte seine Gewinnschätzungen. Sowohl beim operativen Ergebnis (EBITDA) als auch beim Ergebnis je Aktie liege er nun am unteren Ende der Unternehmenszielspannen für 2024 sowie unter den Konsensprognosen.
Bei Bayer läuft der Patentschutz der beiden Top-Seller Xarelto und Eylea peu à peu aus. Das öffnet den Markt für günstigere Nachahmerpräparate. Ein Eylea-Biosimilar beispielsweise hat die deutsche Biotech-Gesellschaft Formycon entwickelt, die vor Kurzem für das Produkt in den USA die Zulassung erhalten hat. Hier hält zwar Regeneron die Rechte an Eylea. Doch auch in anderen Regionen der Welt strebt Formycon die Marktzulassung für das Eylea-Biosimilar mit dem Handelsnamen Ahzantive an.
Bayer versucht, den Konkurrenz- und Preisdruck mit neuen Produkten zu kompensieren. Namentlich: Nubeqa, Kerendia oder Verquvo.
(Mit Material von dpa-AFX)