Am Donnerstag geriet die Aktie von DocMorris einer enttäuschenden Umsatzentwicklung schwer unter Druck. Der Kurs verzeichnet einen Rückgang von rund 13 Prozent und setzt damit seine Talfahrt der vergangenen Monate fort. Das belasten auch die Papiere von Redcare Pharmacy.
Trotz gestiegener Umsätze im ersten Halbjahr 2024 blieb DocMorris hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Sowohl die Umsatzziele als auch die Konsensschätzungen wurden verfehlt, was für den deutschen Markt und das übrige Europa gilt. Analyst Volker Bosse von der Baader Bank merkte an, dass sich das Unternehmen weniger dynamisch entwickele als der Wettbewerber Redcare Pharmacy.
DocMorris plant, am 20. August das Halbjahresergebnis bekanntzugeben und konkrete Ausblicke zu liefern.
Analystenstimmen
Warburg bewertet die Aktie von DocMorris weiterhin mit "Buy" und einem Kursziel von 100 Franken. Analyst Michael Heider stellte fest, dass DocMorris im Rezeptgeschäft einen geringeren Marktanteil als der deutsche Konkurrent Redcare habe, dennoch aber solide abgeschnitten und bessere Geschäftsergebnisse als im vorherigen Quartal erzielt habe. Heider bemerkte außerdem, dass Redcare wegen einer besseren finanziellen Situation mehr Möglichkeiten für Marketing nutzen könne.
Die UBS beließ die Aktie von DocMorris mit einem Kursziel von 29 Franken auf "Sell". Analyst Sebastian Vogel begründete dies mit enttäuschenden Umsatzzahlen und einem rückläufigen Geschäft in Deutschland trotz Einführung des E-Rezepts. Vogel wies zudem auf Korrekturrisiken für den Marktkonsens hin.
Das macht die Redcare-Pharmacy-Aktie:
Die Redcare-Pharmacy-Aktie fällt um 0,9 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch