Die Aktie des Reifenherstellers kann am Donnerstag vorbörslich deutlich zulegen. Am Tag zuvor ging es auf Tradgate nach Handelsschluss bereits mehr als sieben Prozent aufwärts. Hintergrund sind starke Hoffnungen in das China-Geschäft des Konzerns.
Das Jahr 2024 bleibt für den europäischen Autozulieferermarkt eine echte Herausforderung. Continental rechnet mit einer schwachen Marktperformance in Europa, hofft jedoch auf kräftigen Rückenwind aus China. Das Unternehmen plant umfassende Einsparungen von rund 400 Millionen Euro bis 2025 und den Abbau von 7.150 Stellen in Verwaltung und Forschung & Entwicklung.
Im Reifengeschäft zeigt sich ein differenziertes Bild: Während der Markt für Erstausstattungen schwächelt, gibt es im Reifenersatzmarkt erste Anzeichen für eine Erholung. Im Vorfeld der anstehenden Quartalsergebnisse organisiert Continental eine sogenannte „pre-close call“ mit Finanzexperten, um Transparenz zu schaffen.Während der „Quiet Period“ wird die Kommunikation mit dem Kapitalmarkt aber stark eingeschränkt sein.
Analystenstimmen
Kepler Cheuvreux senkte das Kursziel von 67 Euro auf 60 Euro und behielt die Empfehlung „Hold“ bei. Im positiven Gegensatz dazu steht die US-Bank JPMorgan, die ihre „Overweight“-Bewertung mit einem Kursziel von 100 Euro bestätigte. Analyst Jose Asumendi erwartet für das zweite Quartal zwar einen Umsatzrückgang von drei Prozent, sieht aber eine solide Marge von sieben Prozent. Auch Jefferies hat den Zielkurs leicht von 73 Euro auf 70 Euro zurückgeschraubt, bleibt jedoch bei seiner Kaufempfehlung.
Das macht die Continental-Aktie:
Die Continental-Aktie steigt vorbörslich um 3,4 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch