Die Analysten der Privatbank Berenberg haben in dieser Handelswoche erneut die Aktie des Chemie-Riesen BASF genauer unter die Lupe genommen. Das Expertenteam rund um Sebastian Bray reduziert zwar das Kursziel, hält allerdings an der Kaufempfehlung für das Papier des zyklischen DAX-Unternehmens fest.
Ein Anstieg der Auslastung in der Chemieindustrie auf ein Niveau, auf dem die Preissetzungsmacht zu einer deutlichen Erholung der Spreads führe, könnte einige Monate länger dauern, als wir bei unserer Hochstufung von BASF im März erwartet haben, gibt Bray zu. Trotz der Schwankungen der europäischen Einkaufsmanagerindizes im Juni seien die Analysten von der Kaufempfehlung nach wie vor überzeugt. Die Volumina würden sich weiter verbessern und die Kostenkurve dürfte günstiger werden, wenn die Flüssigerdgas (LNG)-Volumina nach Europa steigen, so Bray weiter.
"Ein Preisrückgang auf das untere Ende der von unserem Energieteam bis 2025 prognostizierten Spanne von 25 bis 35 Euro pro Megawattstunde könnte BASF in Europa unserer Meinung nach weitere Kostenentlastungen von mindestens 250 Millionen Euro bringen, mit weiterem Aufwärtspotenzial im Jahr 2026", ist der Studie zudem zu entnehmen.
Berenberg hält also an dem "Buy"-Rating weiter fest, kappt allerdings das Kursziel um vier auf nun 54 Euro. Optimistischer sind hingegen derzeit die Experten der Deutsche Bank, die den fairen Wert pro BASF-Aktie auf 56 Euro beziffert. "Underweight" mit einem Zielkurs von lediglich 43 Euro haben die Analysten von Jefferies in dieser Woche ausgerufen.