Die Privatbank Berenberg hat eine detaillierte Analyse der BASF-Aktie veröffentlicht. Das Expertenteam um Sebastian Bray senkte das Kursziel der Aktie um vier Euro auf nun 54 Euro. Trotz der Anpassung bleibt die Empfehlung auf „Kaufen“.
Die Senkung des Kursziels wird mit einer Verzögerung in der erwarteten Auslastungssteigerung der Chemieindustrie begründet. Die Experten weisen darauf hin, dass die Erholung der Preissetzungsmacht und der Spreads länger dauern könnte als ursprünglich gedacht.
Marktsituation und Prognosen
Die aktuelle Marktsituation ist von Schwankungen bei den europäischen Einkaufsmanagerindizes geprägt. Dennoch gibt es Hoffnung auf eine Verbesserung der Volumina. Sollten zusätzliche LNG-Volumina nach Europa gelangen und die Kostenkurve günstiger machen, könnte BASF von sinkenden Energiepreisen signifikant profitieren. Die Experten erwarten, dass die Energiepreise auf etwa 25 bis 35 Euro pro Megawattstunde sinken könnten. Diese Entwicklung könnte BASF allein in Europa Kostenentlastungen von mindestens 250 Millionen Euro bescheren und weiteres Aufwärtspotenzial im Jahr 2026 eröffnen.
Einschätzungen anderer Institute
Neben der Analyse von Berenberg gibt es weitere Bewertungen durch andere Finanzinstitute. Die Deutsche Bank schätzt den fairen Wert der BASF-Aktie auf 56 Euro, während Jefferies die Aktie mit „Underweight“ bewertet und ein Kursziel von 43 Euro setzt. Diese unterschiedlichen Einschätzungen zeigen die Unsicherheit und die Bandbreite der Meinungen zur zukünftigen Entwicklung der Aktie. Als zyklisches Unternehmen ist BASF stark von der globalen Konjunktur abhängig, bleibt aber historisch im DAX-Kontext attraktiv, was Anlegern interessante Einstiegsmöglichkeiten bieten könnte.
Das macht die BASF
Am letzten Handelstag der Woche notieren die Anteilsscheine der Dividendenperle (7,5 % Rendite) dennoch leicht im Plus. Lang & Schwarz taxierte BASF gut eine halbe Stunde vor Handelsbeginn in Frankfurt 0,1 Prozent höher als am Vortag auf 45,56 Euro.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der alleinigen Gesellschafterin der finanztreff GmbH, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.