Am heutigen Mittwoch hat sich der DAX nach einem schwachen Vortag leicht erholt. Gegen Mittag stand der Index mit einem Plus von 0,51 Prozent bei 18.271,01 Punkten. Trotz dieser Erholung blieb der DAX in einer engen Spanne zwischen 18.000 und 18.350 Punkten gefangen. Parallel dazu zeigten auch der MDAX und der EuroStoxx 50 leichte Gewinne.
Ein wesentlicher Einflussfaktor für die europäische Börsenentwicklung sind die US-Märkte. Der Nasdaq 100 erholte sich von seiner jüngsten Schwäche und vorbörslich wurden weitere Gewinne erwartet. Experten analysieren die Lage des DAX unterschiedlich: Martin Utschneider betont, dass der Index um eine Stabilisierung oberhalb von 18.141 Punkten kämpft, jedoch keine eindeutigen Ausbruchssignale aus dem Abwärtstrend zu erkennen sind. Jochen Stanzl sieht in der Erholung der letzten Woche eine mögliche technische Reaktion auf vorherige Verluste, die allerdings kraftlos wirkt.
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Die Aktie von DHL stieg um 1,7 Prozent, gestützt durch positive Nachrichten von FedEx. Der US-Konkurrent erhöhte die Gewinnprognosen und kündigte eine mögliche Abspaltung des Frachtgeschäfts an.
SAP erreichte mit einem Plus von 2,6 Prozent einen neuen Rekordstand. Diese Entwicklung wurde durch positive Bewegungen an den US-Technologiebörsen begünstigt, insbesondere durch die Erholung des Nasdaq 100.
Auch die Deutsche Börse erreichte ein Rekordhoch, rutschte jedoch zuletzt leicht ins Minus. Der Rückgang könnte auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen sein, nachdem die Aktie zuvor Höchststände erreicht hatte.
Die VW-Aktie startete vorbörslich freundlich, fiel im Laufe des Vormittags jedoch um 1,6 Prozent. Der Konzern plant Investitionen von bis zu fünf Milliarden Dollar in den US-Elektroautobauer Rivian. Diese hohen Investitionen wurden zunächst positiv aufgenommen, später jedoch zunehmend kritisch bewertet.
Die Aktie von Delivery Hero fiel um 4,4 Prozent, nachdem ein negativer Kommentar der US-Bank JPMorgan zur Berichtssaison veröffentlicht wurde. Im Gegensatz zu den positiven Nachrichten für den Wettbewerber Deliveroo blieb Delivery Hero von dieser negativen Marktstimmung betroffen und setzte ihren Abwärtstrend fort.
Compugroup bewegte sich kaum am Markt und verzeichnete nur geringe Veränderungen im Aktienkurs. Das Unternehmen hatte den Kauf des norwegischen Unternehmens Pridok angekündigt. Während einige Kritiker den hohen Kaufpreis bemängelten, lobten andere diese Entscheidung als korrigierende Maßnahme für einen bisher von Anlegern als Makel wahrgenommenen Bereich des Unternehmens (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch