Der DAX hat am Vormittag deutlich an Wert verloren und steht aktuell bei 18.133 Punkten, was einem Minus von gut einem Prozent entspricht. Die Erholungsphase der letzten Woche, während der Leitindex an Wert gewonnen hatte, ist damit vorerst beendet.
Ein wesentlicher Faktor für den Rückgang im DAX ist die Schwäche der Airbus-Aktie. Eine Abschreibung in der Raumfahrtsparte sowie anhaltende Lieferkettenprobleme zwangen das Unternehmen zur Senkung seiner Jahresziele. Die Aktie des Unternehmens brach infolgedessen um mehr als elf Prozent ein.
Auch der Zulieferer MTU geriet infolge der negativen Nachrichten unter Druck. Der Kurs des Triebwerkherstellers verlor fast sechs Prozent.
Zusätzlich enttäuschte Merck die Anleger mit dem Scheitern zweier weit fortgeschrittener Studien für ihr Krebsmittel Xevinapant. Analysten hatten dem Medikament ein Milliardenpotenzial eingeräumt. Das Darmstädter Unternehmen sah sich gezwungen, das gesamte Forschungsprogramm zu diesem Medikament einzustellen. Infolgedessen sank der Aktienkurs von Merck um fast zehn Prozent.
Nicht alle Nachrichten aus dem Markt waren negativ: Covestro legte um 1,5 Prozent zu, nachdem das Unternehmen Sparpläne bis Ende 2028 angekündigt hatte. Zudem gibt es Gespräche über eine mögliche Übernahme durch den staatlichen Ölkonzern Adnoc aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, was die Aktie zusätzlich beflügelte.
Auch Hornbach konnte positive Meldungen verzeichnen. Aufgrund des wärmeren Wetters im März und April stieg der Umsatz zu Beginn des neuen Geschäftsjahres, was den Aktienkurs um 3,3 Prozent nach oben trieb (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch