Die Ölpreise haben zum Wochenstart einen leichten Anstieg verzeichnet. Marktbeobachter führen dies auf einen schwächeren US-Dollar und positive Entwicklungen an den Aktienmärkten zurück. Die geopolitische Situation hat sich nicht wesentlich verändert, während der Ölsektor insgesamt uneinheitliche Ergebnisse zeigt. Dennoch entwickeln sich die Öl-Aktien am Montag uneinheitlich.
Am Montag haben die Ölpreise zum Wochenstart leicht zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete nachmittags 85,48 US-Dollar. Dies entspricht einer geringfügigen Preissteigerung um 24 Cent im Vergleich zum letzten Freitag.
Dollar-Schwäche beflügelt
Ein wesentlicher Faktor für diesen Preisanstieg ist der derzeit schwächere US-Dollar. Da Erdöl üblicherweise in US-Dollar gehandelt wird, führt ein schwächerer Dollar dazu, dass das Öl für Käufer außerhalb des Dollarraums günstiger wird. Dies belebt die Nachfrage. Die überwiegend positive Stimmung an den Aktienmärkten wirkt sich ebenfalls unterstützend auf die Erdölpreise aus. Seit Jahresbeginn sind die Erdölpreise um gut zehn Prozent gestiegen, getragen von Hoffnungen auf eine anziehende Konjunktur und einem knapp gehaltenen Rohölangebot seitens großer Förderländer wie Saudi-Arabien und Russland.
Das machen die Öl-Aktien
Der Ölsektor zeigt eine uneinheitliche Performance bei den Aktien der großen Energieunternehmen. Beispielsweise stieg die Aktie von Shell um 0,5 Prozent, während die BP-Aktie unverändert blieb. Chevron-Aktien verzeichneten dagegen vorbörslich einen Kursverlust von etwa einem Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Jan-Paul Fóri