Am Freitag verzeichnen die Aktien der beiden dänischen Biotech-Unternehmen Zealand Pharma und Gubra erneut deutliche Zugewinne. Der Grund für den Optimismus der Anleger basiert auf positiven, frühen Daten eines Amylin-Analogons aus dem Hause Zealand Pharma. Ein Fingerzeig in Richtung Novo Nordisk, Eli Lilly und Co.
Am Donnerstag nach Börsenschluss in Kopenhagen publizierte Zealand Pharma positive Top-Line-Ergebnisse einer Phase-1b-Studie mit dem langwirksamen Amylin-Analogon Petrelintide. Nach 16 wöchentlichen Verabreichungen mit einer hochdosierten Form der Substanz erreichten die Patienten eine Gewichtsreduktion von bis zu durchschnittlich 8,6 Prozent im Vergleich zu 1,7 Prozent in der Placebo-Gruppe.
Besonders hervorzuheben ist, dass Petrelintide in allen Dosisstufen als sicher und gut verträglich eingestuft wurde. Nach Ansicht von Zealand Pharma untermauern die Daten das Potenzial des Wirkstoffes als wirksame Alternative zu GLP-1-basierten Therapien zur Gewichtskontrolle - also Wegovy (Novo Nordisk) oder Zepbound (Eli Lilly).
Die Aktie von Zealand Pharma schießt nach den vielversprechenden Ergebnissen um gut ein Fünftel nach oben und markiert neue Höchststände. Auch die Aktie des dänischen Wirkstoffforschers Gubra gewinnt prozentual zweistellig. Hintergrund: Gubra hat mit GUBamy ebenfalls ein Amylin-Analogon in Phase 1 der klinischen Überprüfung. Richtungsweisende Daten will das Unternehmen im zweiten Halbjahr vorlegen.
Bereits am 07. März hat DER AKTIONÄR die Chancen von Amylin im Artikel "Novo Nordisk, Zealand Pharma und Gubra: Trio im Höhenrausch – Zauberwort 'Amylin'" thematisiert und das aussichtsreiche dänische Trio (inklusive Novo Nordisk) genauer vorgestellt. Seitdem haben sich die Aktien prächtig entwickelt.