Die Varta-Aktie muss am Freitagmorgen Federn lassen. Der Kursrückgang steht im Zusammenhang mit der heute bekannt gegebenen Anpassung der Umsatzprognose des Batterieherstellers für das Jahr 2023.
Varta erwartet nun einen Umsatz zwischen 820 und 870 Millionen Euro, nachdem ursprünglich mindestens 900 Millionen Euro prognostiziert wurden. Diese Anpassung erfolgte vor dem Hintergrund einer schwachen weltweiten Nachfrage und spezifischen Marktproblemen. In den ersten neun Monaten des Jahres 2023 erzielte Varta einen Umsatz von rund 554 Millionen Euro. Ein Hackerangriff im Februar führte zu Produktionsunterbrechungen über mehrere Wochen hinweg und verstärkte die Unsicherheiten.
Ein Experte äußerte Bedenken hinsichtlich der gesenkten Ziele und der Eintrübung im Energiespeichermarkt. Die Zurückhaltung der Banken und die Prüfung der Restrukturierungsmaßnahmen spiegele diese Unsicherheiten wider. Belastungen entstehen durch die Krise im Bereich der kleinen Lithium-Ionen-Knopfzellen und die Konkurrenz aus China sowie durch fortdauernde Probleme in den Lieferketten. Verzögerungen bei Hochvoltspeichern und Marktanteilsverluste im Heimatmarkt tragen ebenfalls zur aktuellen Lage bei. Mitte April gestand Varta ein, dass das eigene Umstrukturierungskonzept nicht ausreicht. Ein neues Sanierungsgutachten von AuxilPartner wird erwartet. Diese Entwicklungen führten zu einem Ausschluss aus dem SDAX.
Analystenstimme
Warburg hat die Varta-Aktie mit "Sell" und einem Kursziel von acht Euro bewertet. Analyst Robert-Jan van der Horst betonte, dass der reduzierte Umsatzausblick des Batterieherstellers aufgrund eines Cyberangriffs im ersten Quartal und eines schwierigen Marktumfelds im Bereich Energy Solutions nicht überraschend kam. Er erklärte, dass seine Prognose bereits am unteren Ende der angepassten Zielspanne lag.
Das macht die Varta-Aktie:
Die Varta-Aktie fällt um 4,2 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch