Die Commerzbank-Aktie setzt heute ihren Stabilisierungsversuch des Vortages fort. Die Aktie kämpft sich im frühen Handel über die Marke von 14 Euro zurück. Die Bank hat unterdessen eine neue Kooperation mit einem Fintech abgeschlossen. Im Fokus steht dabei ein neues Kreditkartenangebot für Firmenkunden.
Die Commerzbank hat eine Kooperation mit dem Berliner Fintech Pliant gestartet. Zusammen bieten beide künftig eine neue Kreditkarte für die Geschäftskunden der Bank an. Firmen können die entsprechenden Kreditkarten für ihre Mitarbeiter organisieren. Pliant ist für die Commerzbank kein Unbekannter. Neosfer, der Frühphasen-Geldgeber der Frankfurter Bank ist, ist bei dem Fintech selbst seit 2021 investiert und hat den neuen Deal offenbar mit eingefädelt.
Das Berliner Unternehmen sammelte erst Ende vergangenen Jahres frisches Eigenkapital von Investoren ein und erhielt eine Kreditlinie im Umfang von 100 Millionen Euro, die in die Finanzierung der E-Geld-Lizenz fließen sollen. Diese Lizenz ermöglicht es Pliant, eigene Kreditkarten in fremden Ländern und in mehreren Währungen anzubieten und ist die Basis für das neue Angebot der Commerzbank.
Das Angebot hat durchaus Erfolgschancen. Die Commerzbank betreut schließlich rund 25.500 Firmenkundenverbände sowie knapp elf Millionen Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland. Für Anleger dürfte die Kooperation in dieser frühen Phase aber keine große Rolle spielen. Hier richtet sich der Blick eher auf das Chartbild der Aktie. Dieses hat sich zuletzt deutlich eingetrübt. In der Vorwoche wurde der beschleunigte Aufwärtstrend sowie die horizontale Unterstützung bei 14,22 Euro unterschritten.
In dieser Woche läuft aber zumindest der Stabilisierungsversuch. Am Dienstag steht sie weiter über der nächsten Unterstützung, die bei 13,26 Euro verläuft. Darunter befindet sich noch die 100-Tage-Linie bei 12,88 Euro. Auch der zugrundeliegende Aufwärtstrend bleibt intakt. Knapp darunter befindet sich bei 11,75 Euro die 200-Tage-Linie.