Die Aktie von Carl Zeiss Meditec verliert am Montagvormittag zweistellig und fällt ans MDAX-Ende. Grund hierfür war die Bekanntgabe einer Kappung des Ausblicks aufgrund einer unerwartet langsamen Erholung des Gerätegeschäfts.
In den Monaten April und Mai blieb das Geschäft von Carl Zeiss Meditec hinter dem Vorjahresniveau. Die neue Prognose für das Gesamtjahr sieht jetzt einen Umsatz von etwa zwei Milliarden Euro vor, während zuvor 2,1 bis 2,15 Milliarden Euro erwartet wurden. Das operative Ergebnis (Ebit) wird nun zwischen 215 und 265 Millionen Euro prognostiziert, deutlich unter dem vorhergesagten Wert von etwa 348 Millionen Euro.
Ein weiterer Faktor für den Kursrückgang ist der Umsatzrückgang in den ersten acht Monaten des aktuellen Geschäftsjahres. Carl Zeiss Meditec verzeichnete einen Rückgang um drei Prozent auf 1.260 Millionen Euro, während das operative Ergebnis um 26 Prozent auf 135 Millionen Euro sank. Trotz der Übernahme des Dutch Ophthalmic Research Center (D.O.R.C.), deren Beitrag im zweiten Halbjahr zusätzlich 100 Millionen Euro zu den Erlösen beitragen soll, bleibt die D.O.R.C.-Übernahme in den aktuellen Prognosen unberücksichtigt.
Um den negativen Geschäftsentwicklungen entgegenzuwirken, plant Carl Zeiss Meditec Kostensenkungen im Bereich Vertrieb und Marketing. Details hierzu sollen am 6. August mit der Vorlage der Q3-Zahlen bekannt gegeben werden.
Das macht die Carl-Zeiss-Meditec-Aktie:
Die Aktie von Carl Zeiss Meditec bildet mit einem Minus von 10,2 Prozent das klare MDAX-Schlusslicht (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch