Peu à peu verlieren die Leverkusener bei den beiden Top-Sellern in der Pharma-Sparte, Xarelto und Eylea, den Patentschutz. Umso wichtiger werden die "neuen" Produkte von Bayer wie das Prostatakrebs-Medikament Nubeqa. Das Produktportfolio haben die Analysten von Barclays nun erneut unter die Lupe genommen.
Die britische Bank Barclays hat die Einstufung für Bayer nach einer Telefonkonferenz mit Pharmavorstand Stefan Oelrich auf "Equal Weight" mit einem Kursziel von 28 Euro belassen. Der Manager habe sich optimistisch zur Wirkstoffentwicklung sowie zu den noch jungen Medikamente Nubeqa und Kerendia geäußert und habe die Widerstandsfähigkeit des Basisgeschäfts betont, schrieb Analystin Emily Field in einer am Montag vorliegenden Studie. Da sich Bayer aus fundamentaler Sicht noch in der Anfangsphase seiner Turnaround-Story befindet, dürften die Anleger weitere Fortschritte in der Pharma-Pipeline abwarten wollen, bevor die Bewertung des Pharmasegments steigen werde.
Im ersten Quartal 2024 konnte Bayer in der Pharma-Division den Umsatz 3,9 Prozent auf 4,36 Milliarden Euro steigern. Zuwächse von rund zwei Dritteln steuerten demnach die "neuen" Produkte wie das Krebsmittel Nubeqa oder das Nieren-Medikament Kerendia bei. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich in der Sparte im Berichtszeitraum um acht Prozent auf 1,19 Milliarden Euro. Allerdings wurde die Division von negativen Währungseffekten belastet.
(Mit Material von dpa-AFX)