Die Aktie des Autozulieferers Stabilus steht am Mittwoch unter Druck. Der Konzern korrigierte erneut seine Finanzziele für das Geschäftsjahr 2023/24 nach unten. Das reisst auch die Aktien von Porsche, BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen mit nach unten.
Die ursprüngliche Umsatzprognose für 2023/24 lag bei 1,4 bis 1,5 Milliarden Euro und einer bereinigten Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 13 bis 14 Prozent. Die neuen Prognosen sehen nun einen Umsatz zwischen 1,3 und 1,35 Milliarden Euro sowie eine bereinigte Ebit-Marge von 11,7 bis 12,3 Prozent vor.
Grund für die Anpassung ist die schwache Branchenlage. Die erwartete Erholung im zweiten Geschäftshalbjahr blieb aus, während geringere Teileabrufe von Auto- und Nutzfahrzeugherstellern das dritte Geschäftsquartal schwächer als erwartet ausfallen ließen. Das vierte Quartal wird bereits als gedämpft beurteilt.
Analystenreaktionen
Die Analysten zeigten sich enttäuscht über die erneute Senkung der Finanzziele. Stephen Reitman von Bernstein Research bezeichnete die geänderten Jahresziele als „eine klare Enttäuschung“. Er hat die Einstufung aber auf "Outperform" mit einem Kursziel von 66 Euro belassen. Er warnte, dass dies ein Signal für die Autozulieferbranche sein könnte, dass erwartete Verbesserungen im Jahresverlauf möglicherweise trügerisch sind.
Marc-Rene Tonn von Warburg Research äußerte sich skeptisch über die globale Pkw-Produktion, betonte jedoch, dass Stabilus auf gutem Wege sei, die Kernziele des STAR-2030-Programms zu erreichen. Er hat das Kursziel von 80 auf 72 Euro gesenkt, behielt aber die Einstufung "Buy" bei.
Das macht die Stabilus-Aktie:
Die Stabilus-Aktie fällt um 14,2 Prozent ans MDAX-Ende (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch