11.6.2024 05:35:09 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.Die Aktie der Commerzbank scheiterte gestern am Ende letzter Woche verlassenen Aufwärtstrend. Jedoch entwickelte sich die Branche generell schwach. Da half auch eine positive Analysteneinschätzung nichts. Die Märkte stehen einmal mehr im Schatten der US-Entwicklung.Bankaktien hatten gestern keinen leichten Stand. Der Branchenindex Euro-Stoxx-Banks verlor auf Tagessicht 1,5 Prozent. In derselben Höhe ging es für die Papiere der Commerzbank nach unten. Anleger warten auf zwei Veröffentlichungen, die morgen in den USA anstehen. Das hat den Gesamtmarkt unter Druck gesetzt und somit auch Banktitel.Der Marktbeobachter Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets spricht, wenn es um den morgigen Mittwoch geht, von einem „Super-Mittwoch“, an dem neben dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed auch die aktuellen Inflationszahlen aus den USA erwartet werden. Dass die Fed die Zinsen nun senkt, glaubt am Markt aber fast niemand mehr. Die meisten Experten gehen mittlerweile vom November dieses Jahres aus.Das Bankhaus Metzler hat unterdessen das Kursziel für die Aktie der Commerzbank von 17,00 Euro auf 18,00 Euro angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen. Der Rückenwind durch hohe Zinsen scheine so schnell nicht nachzulassen, schrieb Analyst Jochen Schmitt nach Überarbeitung seiner Prognosen für den Zinsüberschuss. Mit Blick auf Aktienbewertung und Kernkapitalquote rechnet er mit hohen Ausschüttungen an die Aktionäre für 2024 über Dividenden und Rückkäufe.Tatsächlich dürften die Ausschüttungen immer mehr in den Fokus der Anleger rücken. Finanzvorständin Bettina Orlopp äußerte sich erst vergangene Woche zu einem geplanten Rückkaufprogramm eigener Aktien, das mit den Zahlen zum zweiten Quartal im August kommen dürfte. Der Vorstand ist bereits in Gesprächen mit der EZB, die derartige Kapitalmaßnahmen genehmigen muss. Orlopp sagte, sie sei „sehr zuversichtlich“, was grünes Licht von der Notenbank angehe.Mit Material von dpa-AFX.
Hier zum vollständigen Artikel