Barclays hat die Aktien von Covestro und BASF am Montag genauer unter die Lupe genommen. Dabei kam die Investmentbank zu einem pessimistischeren Einschätzung für das erwartete EBITDA. Zudem nannte sie unter den beiden Aktien einen klaren Favoriten.
Barclays hat die „Overweight“-Bewertung für die Aktie von Covestro bestätigt und das Kursziel von 61 Euro bekräftigt. Analyst Alex Stewart von Barclays erklärte, dass die sinkenden Preisspannen für petrochemische Produkte im Mai auf ein niedrigeres EBITDA für den Mitbewerber BASF hindeuten würden.
Stewart hat daher seine EBITDA-Prognosen für BASF um jeweils vier Prozent für 2024 und 2025 nach unten korrigiert. Während er seine Schätzung für das EBITDA von Covestro für 2024 um 16 Prozent reduziert hat, hob er sie für 2025 um ein Prozent an.
Ein entscheidender Faktor für Stewarts positive Haltung gegenüber Covestro ist das Fehlen einer Übernahmeprämie im aktuellen Aktienkurs. Trotz der laufenden Übernahmegespräche mit dem staatlichen Ölkonzern Adnoc aus Abu Dhabi spiegelt sich keine Prämie im Aktienkurs von Covestro wider. Er bevorzugt Covestro gegenüber BASF.
Für BASF hat der Experte das Kursziel auf 57 Euro mit der Einstufung "Equal Weight" belassen.
Das machen die Aktien:
Die Covestro-Aktie fällt vorbörslich um 0,3 Prozent, die BASF-Papiere geben um 0,4 Prozent nach (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch