Die Aktien der Siemens Energy AG haben in den letzten Tagen beträchtliche Schwankungen verzeichnet. Skeptische Analystenbewertungen haben zu einem deutlichen Kursrückgang geführt, während Unsicherheiten über die finanziellen Risiken eines geplanten Indien-Deals zusätzlichen Druck auf die Aktie ausüben. Am Mittwoch stabilisiert sich das Papier jedoch etwas.
Barclays-Analyst Vladimir Sergievskiy bezog sich in seiner Analyse zur Wochenmitte auf den geplanten Indien-Deal mit der Siemens-Muttergesellschaft. Siemens Energy India wird von Siemens India abgespalten, und Siemens Energy muss seinen Anteil an der neuen Einheit innerhalb von vier Jahren auf 51 Prozent erhöhen. Sergievskiy schätzt die Kosten dieser Transaktion auf bis zu 2,5 Milliarden Euro. Trotz dieser Herausforderungen bewertet Barclays die Aktie weiterhin mit „Equal Weight“ und einem Kursziel von 18 Euro, was jedoch auf ein Rückschlagrisiko von etwa 25 Prozent hindeutet.
Nicholas Green von Bernstein Research sieht den Deal ebenfalls kritisch und warnt vor „enormen Kopfschmerzen“. Er schätzt die potenziellen Kosten zwischen drei und sieben Milliarden Euro, aktuell bei etwa 5,2 Milliarden Euro.
Das macht die Aktie von Siemens Energy
Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass die Aktie von Siemens Energy derzeit vor erheblichen Herausforderungen steht. Am Dienstag verzeichnete der Aktienkurs einen Verlust von mehr als 5 Prozent, was hauptsächlich auf skeptische Analystenstimmen zurückzuführen war. Zur Wochenmitte präsentierte sich die Aktie am Mittwochnachmittag hingegen weitgehend stabil, gab im späten Handel jedoch um 0,7 Prozent nach (mit Material von dpa-AFX).
von Jan-Paul Fóri