Gute Nachrichten für Bayer: Ein Gericht in Pennsylvania hat die Strafen für die Tochtergesellschaft Monsanto wegen angeblicher Gesundheitsbeeinträchtigungen durch den glyphosathaltigen Unkrautvernichter „Roundup“ reduziert. Die Aktie schießt am Mittwoch an die DAX-Spitze.
Ursprünglich war Monsanto zur Zahlung von 2,25 Milliarden Dollar verurteilt worden, weil ein Kläger behauptete, durch den Kontakt mit Roundup an Krebs erkrankt zu sein. Das Gericht hat die Zahlung auf 350 Millionen Dollar an Strafschadensersatz und etwas mehr als 50 Millionen Dollar an Entschädigungszahlungen gesenkt.
Seit der Übernahme von Monsanto im Jahr 2018 für 63 Milliarden Dollar sieht sich Bayer mit zahlreichen juristischen Herausforderungen konfrontiert. Trotz der jüngsten Reduktion der Strafzahlungen plant Monsanto, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Bayer bestreitet weiterhin vehement, dass Glyphosat krebserregend sei. Diese Aussage wird auch durch die Tatsache untermauert, dass Monsanto in 14 der letzten 20 Gerichtsverfahren positive Ergebnisse erzielen konnte. Ende 2023 verlor Bayer jedoch zwei bedeutende Glyphosat-Prozesse, die zu Strafzahlungen von insgesamt über zwei Milliarden Dollar führten.
Das macht die Bayer-Aktie:
Die Bayer-Aktie klettert um 2,8 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch
Hinweis auf Interessenskonflikte:
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der alleinigen Gesellschafterin der finanztreff GmbH, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.