4.6.2024 08:13:11 | Quelle: Der Aktionär | Lesedauer etwa 2 min.Kurz vor der nächsten Sitzung der Europäischen Zentralbank hat die Aktie der Commerzbank zu kämpfen. Damit verschlechtert sich auch das Chartbild der Papiere. Möglicherweise bekommen nun doch manche Aktionäre kalte Füße.Anleger setzten darauf, dass die EZB die Zinswende vollzieht und am kommenden Donnerstag erstmals seit Langem wieder die Zinsen senkt. „Ein Verzicht auf diesen Zinsschritt wäre eine herbe Enttäuschung für die Marktakteure und würde die Glaubwürdigkeit der Notenbank grundlegend beschädigen“, schrieben die Experten der DZ Bank.Wirtschaftsdaten aus der Eurozone widerlegten die These einer ersten Zinssenkung nicht: Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone erreichte im Mai zwar den höchsten Stand seit 14 Monaten, blieb aber klar unter der wichtigen Wachstumsmarke von 50 Punkten.Für Banken sind die Zinssenkungen je nach Geschäftsmodell ein zweischneidiges Schwert. Denn sinkende Leitzinsen drücken auf die Zinsmarge vor allem bei Geldhäusern, die den Großteil ihrer Erträge in der klassischen Kreditvergabe generieren. Dazu gehört auch die Commerzbank, obwohl sich dort im ersten Quartal die Zinserträge noch sehr robust gezeigt hatten.Auf der anderen Seite sollte von niedrigeren Zinsen das Investmentbanking als Sparte bei Finanzinstituten wie der Deutschen Bank profitieren können. Gut möglich also, dass Anleger bei der Commerzbank nun noch Kasse machen wollen. Der Großteil de Zinswende dürfte aber ohnehin schon eingepreist sein, denn seit Monaten kalkulieren die Märkte damit.
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