Mehrere Pharmaunternehmen sehen sich einem Gerichtsverfahren in den USA wegen möglicher Krebsrisiken durch das Medikament Zantac gegenübergestellt. Die Nachricht hat zu erheblichen Kursverlusten bei den betroffenenen Konzernen Pfizer, Sanofi und GlaxoSmithKline (GSK) geführt.
Insgesamt gibt es etwa 75.000 Verbraucherklagen, wobei Sanofi speziell rund 25.000 Klagen in Delaware verzeichnet.
Eine Berufungsrichterin lehnte am vergangenen Freitag die Berufung der Unternehmen auf fehlerhafte wissenschaftliche Angaben ab. Dies bedeutet, dass die Argumente, die diese Beweise als unzuverlässig einstufen, nicht akzeptiert wurden. Bundesrichter in Florida wiesen 2022 ähnliche Krebsnachweise als unzuverlässig zurück, während Richter in Kalifornien und Illinois diese anerkannten.
GSK und Pfizer planen Berufungen gegen die Entscheidungen in Delaware einzulegen. Sanofi hält die Klagen für nicht prozesswürdig, sieht sich aber aufgrund der hohen Anzahl von Klagen in Delaware unter erheblichem Druck.
Das machen die Pharma-Aktien:
Die Sanofi-Aktie verzeichnete einen Kursrückgang von 1,8 Prozent und ist nun das Schlusslicht im EuroStoxx 50. Die Aktie von GSK fiel um 9,7 Prozent auf den tiefsten Stand seit Mitte April. Die Papiere von Pfizer fallen vorbörslich um 0,3 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch
Hinweis auf Interessenskonflikte:
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der alleinigen Gesellschafterin der finanztreff GmbH, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Pfizer.