Die Aktie des Softwarekonzerns Salesforce brach am Donnerstag um knapp 20 Prozent ein. Auslöser für den Kursrutsch war ein enttäuschender Umsatzausblick auf das zweite Quartal. Mehrere Analysten senkten daraufhin ihre Kursziele.
Im zweiten Quartal 2024 prognostiziert Salesforce ein Umsatzwachstum von nur bis zu acht Prozent auf Jahressicht. Dies ist das erste Mal seit der Börsennotierung vor fast 20 Jahren, dass kein zweistelliges Wachstum erreicht wird. Analysten sind geteilter Meinung: Brent Thill von Jefferies sagte, Salesforce sei „aufs Glatteis geraten“; Karl Keirstead von der UBS betonte die enttäuschenden Aussichten und niedrige Buchungen. Mark Murphy von JPMorgan empfindet den Kursrutsch als überzogen und Kash Rangan von Goldman Sachs sieht trotz der Herausforderungen Potenzial für zukünftiges Wachstum durch Faktoren wie nachlassenden Zins-Gegenwind und Fortschritte im Bereich generative Künstliche Intelligenz.
Kursziele fallen
Die Bank of America hat das Kursziel von 360 auf 288 US-Dollar reduziert, bleibt aber bei der Empfehlung "Kaufen".
Goldman Sachs hat das Kursziel von 345 auf 315 US-Dollar herabgesetzt und behält die Einstufung "Buy" bei. Analyst Kash Rangan betonte, dass zyklischer Gegenwind die strukturellen Verbesserungen des Unternehmens überschatte.
JPMorgan hat das Kursziel von 310 auf 300 US-Dollar gesenkt und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Analyst Mark Murphy erklärte, dass Salesforce im ersten Quartal eine Nachfrageschwäche erlebt habe. Die Prognosen für das zweite Quartal liegen unter den Erwartungen. Murphy hält den Kursrutsch jedoch für überzogen, da die Schätzungen weitgehend unverändert geblieben sind.
Das macht die Salesforce-Aktie:
DIe Salesforce-Aktie schloss am Donnerstag um 19,7 Prozent tiefer bei 218,01 Dollar. Historisch erholte sich die Salesforce-Aktie in den Monaten von November bis Anfang März deutlich und erreichte ein Rekordhoch von über 318 USD. Seitdem hat sich jedoch ein schwächerer Trend etabliert, der durch die aktuellen enttäuschenden Wachstumsaussichten weiter verschärft wurde (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch