Nach der fulminanten Rally bei der Aktie des Energietechnikkonzerns Siemens Energy sieht es diese Woche nun anders aus. Ein Pressebericht über den angeblichen Verkauf der indischen Windturbinensparte seiner Tochter Siemens Gamesa konnte keine positiven Impulse liefern, die Aktie schnauft derweil durch. So könnte es jetzt weitergehen.
Siemens Energy plant, das indische Windturbinengeschäft seiner Tochter Siemens Gamesa für eine Milliarde Dollar zu verkaufen. Als Favorit für den Kauf gilt Adani Renewable Energy, aber auch Masdar aus Abu Dhabi und andere Finanzinvestoren zeigen Interesse. Konzernchef Christian Bruch betonte, dass Siemens Gamesa auf dem Weg zur Trendwende ist und sich auf die Kernmärkte Europa und Nordamerika konzentrieren will, während ein Rückzug aus Teilen von Lateinamerika und Afrika geplant ist. Der mögliche Verkauf des Indien-Geschäfts ist ein weiterer Schritt in dieser strategischen Neuausrichtung.Der Aktie lieferten die News jedoch keine Impulse. Stattdessen sind die Scheine sogar unter Bedrängnis geraten. So brach der Titel jüngst noch über eine V-Formation bei 24,81 Euro aus, die er seit Mai 2023 ausgebildet hatte. Wie bereits vermutet, fiel er nun aber zuerst bis an das Ausbruchsniveau zurück und unterschritt am Dienstag sogar diese wichtige Marke.Da der zuvor stark überkaufte RSI sich erst jetzt abkühlen konnte und auch der ADX-Indikator noch eine enorm hohe Aufwärtstrendintensität anzeigt, ist noch nicht alles verloren. Gelingt innerhalb der nächsten Handelstage der Rebound über das Hoch bei 24,81 Euro, wäre der aktuelle Rücksetzer noch als Test des Ausbruchniveaus zu werten. Damit stünde einer Fortsetzung der Rally nicht im Wege.