Das zweite Quartal lief für Siemens durchwachsen. Während das Automatisierungsgeschäft aufgrund einer schwächelnden Nachfrage belastete, liefen andere Bereiche besser. Zudem hat der Konzern den Verkauf seiner Tochtergesellschaft Innomotics bekannt gegeben. Ein etwas pessimistischerer Ausblick drückt den Kurs vorbörslich jedoch.
Siemens hat im zweiten Geschäftsquartal einen Umsatzrückgang von einem Prozent auf 19,2 Milliarden Euro verzeichnet. Das Ergebnis des industriellen Geschäfts sank um zwei Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Der Gewinn fiel gegenüber dem Vorjahresquartal um 38 Prozent auf rund 2,2 Milliarden Euro, teilweise aufgrund der im Vorjahr erfassten Wertzuschreibung bei Siemens Energy.
Trotz schwächerer Nachfrage im Automatisierungsgeschäft, insbesondere in China, hält Siemens an seiner Prognose fest. Die Sparte Digital Industries wird jedoch vorsichtiger betrachtet, während die Erwartungen für das Geschäft mit intelligenter Infrastruktur nach oben korrigiert wurden.
Für das Geschäftsjahr 2023/24 rechnet Siemens mit einem ähnlichen Umsatzwachstum von vier bis acht Prozent, ohne Berücksichtigung von Währungs- und Portfolioeffekten. Der prognostizierte Gewinn je Aktie vor bestimmten Kaufpreiseffekten nach Übernahmen soll 10,4 bis 11,0 Euro betragen, verglichen mit 9,93 Euro im Vorjahr.
Verkauf von Tochtergesellschaft
Siemens hat den Verkauf ihrer Tochtergesellschaft Innomotics an die US-Beteiligungsgesellschaft KPS für 3,5 Milliarden Euro bekannt gegeben. Innomotics, mit rund 15.000 Mitarbeitern, ist auf Motoren und Großgetriebe spezialisiert. Siemens verfolgt damit ihre Strategie zur Fokussierung auf Kernbereiche. Der Abschluss der Transaktion wird bis spätestens 30. September 2025 erwartet, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Fusionskontrollbehörden.
Das macht die Siemens-Aktie
Die Siemens-Aktie fällt im vorbörslichen Handel um 3,7 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch