Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hatte im ersten Quartal 2024 weiterhin Schwierigkeiten im Laborgeschäft, die durch einen Lagerabbau belastet waren. Im zweiten Halbjahr wird jedoch eine Verbesserung erwartet. Die Aktie klettert am Vormittag an die DAX-Spitze.
Mercks Jahresauftakt im Elektronik- und Pharmasektor verlief erfreulich, während das Laborgeschäft aufgrund eines anhaltenden Lagerabbaus weiterhin schwächelte. Der Umsatz des Konzerns fiel um 3,3 Prozent auf etwas mehr als 5,1 Milliarden Euro und entsprach damit den Erwartungen der Analysten. Bereinigt um Sondereffekte wie Wechselkursbelastungen betrug der Umsatzrückgang lediglich 1,2 Prozent. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank um 8,4 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro, übertraf jedoch die Schätzungen der Analysten.
Das Unternehmen konkretisierte seine bisherige qualitative Prognose und plant nun, sowohl Umsatz als auch operativen Gewinn organisch zu steigern.
Analysteneinschätzungen
Die UBS hat die Aktie von Merck nach den Quartalszahlen mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 186 Euro bestätigt. Analyst Matthew Weston betonte, dass der Konzern die Erwartungen deutlich übertroffen habe.
Analyst Peter Spengler von der DZ Bank bewertete die Ergebnisse des ersten Quartals 2024 positiv und hob die „positiven Auswirkungen“ auf den Marktkonsens hervor. Insbesondere im Bereich Electronics sieht Spengler eine „Wendepunkt-Story“, die „früher als erwartet“ eingetreten sei.
Das macht die Merck-Aktie
Die Merck-Aktie steigt um vier Prozent. In der Spitze gewannen die Papiere bis zu 4,5 Prozent auf 165,45 Euro (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch