Der Energieversorger E.on hat ein solides erstes Quartal hinter sich und konnte beim operativen Ergebnis positiv überraschen. Die Prognose für das laufende Jahr bestätigte der Vorstand. Die Aktie legt leicht zu.
Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (ber EBITDA) blieb mit rund 2,7 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau und übertraf die Erwartungen der Analysten. Der bereinigte Konzernüberschuss lag bei gut einer Milliarde Euro, wobei Analysten hier höhere Erwartungen hatten.
Der operative Gewinn aus dem Netzgeschäft sank um etwa sechs Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Euro. Das Vertriebsgeschäft zeigte hingegen eine positive Entwicklung und stieg mit 867 Millionen Euro deutlich im Vergleich zum Vorjahr an (624 Millionen Euro). Laut E.on trugen insbesondere die Geschäfte in Großbritannien zu diesem Anstieg bei. Das Segment „Energy Infrastructure Solutions" verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses um fast 25 Prozent auf 163 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr strebt E.on ein ber EBITDA von 8,8 bis 9 Milliarden Euro an, was einem Rückgang von über vier Prozent im Vergleich zu 2023 entspricht. Analyst Alberto Gandolfi von Goldman Sachs sieht jedoch „ein gewisses Aufwärtspotenzial für die Jahresziele“. E.on plant Investitionen in Höhe von 42 Milliarden Euro in Europa bis 2028, davon 7,2 Milliarden Euro im Jahr 2024. Im ersten Quartal wurden bereits 1,3 Milliarden Euro investiert.
Analystenstimmen
Die US-Bank JPMorgan bewertet die Aktie weiterhin mit „Overweight“ und einem Kursziel von 15,50 Euro. Analyst Javier Garrido lobte die soliden Ergebnisse des Energieversorgers und sieht E.on auf einem guten Weg, seine Jahresziele zu erreichen.
Jefferies beließ die Einstufung auf „Hold“ mit einem Kursziel von 10,50 Euro. Analyst Ahmed Farman betonte, dass das Nettoergebnis von E.on deutlich über den Erwartungen liege und das Unternehmen seine Wachstumsziele konsequent umzusetzen scheine.
Das macht die E.on-Aktie
Die E.on-Aktie steigt um 0,1 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch