Es ist soweit: Die Allianz hat ihre mit Spannung erwarteten Quartalszahlen vorgestellt. Der Versicherer hat dabei einmal mehr positiv überrascht und durchweg besser abgeschnitten, als Analysten erwartet hatten. Beim Jahresausblick bleibt der DAX-Konzern gewohnt konservativ – und das ist auch gut so.
Die Allianz ist dank guter Geschäfte im Schaden- und Unfallsegment überraschend gut ins neue Jahr gestartet. Im ersten Quartal 2024 erzielte der DAX-Konzern einen operativen Gewinn von fast vier Milliarden Euro und damit knapp sieben Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das gesamte Geschäftsvolumen stieg um 5,3 Prozent auf 48,4 Milliarden Euro und wurde von allen Geschäftsbereichen getragen.
Der auf die Aktionäre entfallende Überschuss wuchs nach einer Belastung im Vorjahr nun sogar um rund 22 Prozent auf knapp 2,5 Milliarden Euro. Dabei schnitt die Allianz durchweg besser ab als von Analysten erwartet. Vorstandschef Oliver Bäte sieht den Versicherer weiterhin auf Kurs, in diesem Jahr einen operativen Gewinn von 13,8 bis 15,8 Milliarden Euro zu erzielen. Angesichts des starken Jahresauftakts erscheint zumindest das untere Ende dieser Bandbreite als zu konservativ.
Besonders gut lief es in der Schaden- und Unfallversicherung, die ihren operativen Gewinn um gut zehn Prozent auf knapp 2,1 Milliarden Euro steigerte. In der Lebens- und Krankenversicherung blieb das Ergebnis stabil. Im Fondsgeschäft sammelten die Konzerntöchter Pimco und Allianz Global Investors netto mehr als 34 Milliarden Euro an frischem Geld ein und steigerten ihr Ergebnis deutlich.