Der Leverkusener Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat am Dienstag seine Zahlen zum ersten Quartal veröffentlicht. Das Unternehmen ist wie erwartet schwächer ins neue Jahr gestartet und hat seine Gewinnerwartungen für 2024 leicht nach unten korrigiert. Die Aktie legt auf Tradegate dennoch zu.
Im ersten Quartal verzeichnete Bayer einen Umsatzrückgang um 4,3 Prozent auf rund 13,8 Milliarden Euro, hauptsächlich verursacht durch Wechselkurseffekte. Bereinigt beträgt der Umsatzrückgang lediglich etwa 0,5 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis sank um 1,3 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro, bedingt durch niedrigere Preise für den Unkrautvernichter Glyphosat. Positiv entwickelte sich die Pharmasparte dank reduzierter Ausgaben in den Bereichen Marketing und Forschung. Der Nettogewinn fiel im gleichen Zeitraum um etwa acht Prozent auf zwei Milliarden Euro.
Der Free Cash Flow verbesserte sich leicht auf ein Minus von 2,6 Milliarden Euro verglichen mit minus 4,1 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Die Nettoverschuldung stieg indessen um neun Prozent auf 37,5 Milliarden Euro.
CEO Bill Anderson äußerte sich zu den Ergebnissen: „Der Umsatz ist im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen. Dabei hat die Division Pharmaceuticals bei Umsatz und Ertragskraft zugelegt, und die Division Crop Science hat sich in einem schwierigen Marktumfeld besser entwickelt als der Wettbewerb. Consumer Health ist etwas verhaltener ins Jahr gestartet, sollte aber im Lauf des Jahres auf Wachstumskurs zurückkehren.“
Ausblick
Bayer hat seine Gewinnprognose für das Jahr 2024 aufgrund negativer Wechselkurseffekte korrigiert. Die Erwartungen für das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wurden von ursprünglich 10,4 bis 11,0 Milliarden Euro auf nun 10,2 bis 10,8 Milliarden Euro angepasst. Trotz dieser Korrektur um 200 Millionen Euro bleibt die Prognose für das operative Ergebnis bei konstanten Wechselkursen mit einem EBITDA von 10,7 bis 11,3 Milliarden Euro unberührt.
Das macht die Bayer-Aktie
Die Bayer-Aktie steigt auf Tradegate um 1,3 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch
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