Bayer wird am morgigen Dienstag seine Zahlen für das erste Quartal veröffentlichen. Der Fokus liegt auf der Optimierung von Verwaltung und Vertrieb sowie den laufenden Rechtsstreitigkeiten in den USA. Was sind die Erwartungen des Unternehmens sowie der Analysten?
Bayer erwartet für das Jahr 2024 einen operativen Gewinn (EBITDA) zwischen 10,7 und 11,3 Milliarden Euro, nach Wechselkurs- und Sondereffekten jedoch möglicherweise angepasst auf 10,4 bis 11,0 Milliarden Euro. Rückblickend auf das Vorjahr mit Umsätzen von 47,6 Milliarden Euro und einem bereinigten EBITDA von 11,7 Milliarden Euro steht Bayer vor möglichen Rückgängen, bedingt durch normalisierte Glyphosat-Preise und Druck auf das Top-Medikament Xarelto.
Analysteneinschätzungen
Die Analysten zeigen sich für das erste Quartal vorsichtig optimistisch, schätzen den Umsatz auf knapp 14,1 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von 4,15 Milliarden Euro. Analyst Richard Vosser von JPMorgan zeigt sich insbesondere hinsichtlich der Rentabilität der Agrarsparte zuversichtlich, wenngleich er die Auswirkungen eines möglichen Rückgangs im Glyphosat-Absatz berücksichtigt. Peter Spengler, Analyst bei der DZ-Bank, hebt vor allem die vom neuen CEO Anderson angesetzten strategischen Initiativen hervor, stellt jedoch fest, dass bestimmte Ansätze, insbesondere im Hinblick auf die Glyphosat-Klagen, weiterhin nebulös bleiben.
Positive Nachrichten
Eine positive Entwicklung im rechtlichen Bereich ergibt sich aus den Fortschritten bei PCB-Rechtsstreitigkeiten in den USA. Die Entscheidung eines Berufungsgerichts im Bundesstaat Washington, ein Urteil aus dem Jahre 2021 in einem vielbeachteten Fall aufzuheben, signalisiert möglicherweise eine positive Wende für Bayer bei künftigen gerichtlichen Auseinandersetzungen.
Das macht die Bayer-Aktie
Die Bayer-Aktie steigt im frühen Handel um 0,3 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch
Hinweis auf Interessenskonflikte
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der alleinigen Gesellschafterin der finanztreff GmbH, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.