Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers hat am Dienstag seine Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Umsatz und Ergebnis konnten sich zwar verbessern, lagen aber zum Teil unter den Analystenerwartungen. Die UBS bewertete das Quartalsergebnis als „nur ganz ok“, was die Aktie im frühen Handel belastet.
Der Nettogewinn stieg auf 431 Millionen Euro – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal mit 108 Millionen Euro. Damals hatten allerdings Abschreibungen auf das Robotikgeschäft belastet. Die Restrukturierung sowie die Übernahme von Varian, einem Spezialisten in der Krebsbehandlung, trugen Früchte. Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich um acht Prozent auf 822 Millionen Euro (Prognose: 838 Millionen Euro), während der Umsatz um 1,7 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro kletterte. Erwartet wurden allerdings 5,5 Milliarden Euro. Angepasst um Währungs- und Portfolioeffekte ergibt dies ein Wachstum von drei Prozent.
Im Detail überraschte das Ergebnis pro Aktie (EPS) mit 0,55 Euro die Marktbeobachter positiv und lag über den Analystenprognosen von 0,51 Euro. Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert Siemens Healthineers ein Gewinnziel zwischen 2,10 Euro und 2,30 Euro pro Aktie, was die Markterwartungen trifft. Analysten hatten hierfür einen Durchschnittswert von 2,21 Euro prognostiziert.
Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023/24 bestätigte der Konzern. „Nach einem insgesamt starken ersten Halbjahr sind wir erneut auf einem guten Weg, unsere Ziele für das Geschäftsjahr zu erreichen“, so Vorstandsvorsitzender Bernd Montag.
Analystenstimme
Die UBS hat ihre Kaufempfehlung für die Aktie mit einem Zielkurs von 60 Euro beibehalten. Analyst Graham Doyle sieht nach den jüngsten Quartalszahlen des Medizintechnikunternehmens eine Chance auf eine neutrale bis positive Marktentwicklung. Trotz eines Umsatzes und eines bereinigten operativen Ergebnisses, die leicht unter den Erwartungen lagen, konnte Siemens Healthineers mit einem über den Prognosen liegenden bereinigten Gewinn je Aktie überraschen. Außerdem bestätigte das Unternehmen seinen Ausblick, was Doyle als besonders positiv hervorhob.
Das macht die Siemens-Healthineers-Aktie
Die Siemens-Healthineers-Aktie fällt im frühen Handel um 3,3 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch