Nach einem Kurssturz am Freitag um rund zwölf Prozent erlebt die Sixt-Aktie zum Wochenstart eine Achterbahnfahrt. Auf Tradegate kletterten die Papiere zeitweise um zwei Prozent, bevor sie wieder Gewinne abgeben mussten. Auf die Stimmung drückt eine Abstufung von Berenberg.
Berenberg hat seine Bewertung für die Stammaktien von Sixt von „Buy“ auf „Hold“ herabgestuft und das Kursziel von 133 Euro auf 94 Euro gesenkt. Analystin Yasmin Steilen sieht trotz der jüngsten Herausforderungen die grundlegende Wachstumsstory von Sixt, insbesondere die Expansion in den US-Markt, als weiterhin beständig an. Der Fokus liege jedoch auch auf den internen Veränderungen, wie der Ernennung von Franz Weinberger zum neuen Finanzchef und einer überraschenden Gewinnwarnung. Diese Entwicklungen würden Fragen hinsichtlich der Transparenz und Effektivität der Finanzkommunikation aufwerfen. Das Timing der Gewinnwarnung, kurz nach einem Analystenmeeting und Weinbergers Ernennung, zeichne ein kritisches Bild der Situation und lege einen schwierigen Start für den neuen CFO nahe.
Oddo BHF senkte das Kursziel am Montag ebenfalls von 130 auf 114 Euro, beließ die Einstufung aber auf „Outperform“.
Das macht die Sixt-Aktie
Die Sixt-Aktie klettert im frühen Handel im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs um rund ein Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch