Die Hypoport SE hat am Montagmorgen ihre finalen Zahlen zum Jahresstart veröffentlicht. Diese entsprechen weitgehend den vorläufigen Resultaten und unterstreichen damit den wirtschaften Aufwind, indem sich das Unternehmen nach dem schwierigen Geschäftsjahr im Vorjahr befindet. An der Börse sind die Auswirkungen der jüngsten Zahlen jedoch überschaubar.
Im Detail hat Hypoport einen beachtlichen Start ins Geschäftsjahr 2024 hingelegt. Mit einem imposanten Umsatzwachstum von 15 Prozent im ersten Quartal konnte das Unternehmen den Umsatz auf 107,5 Millionen Euro steigern. Bei den vorläufigen Ergebnissen hatte das Unternehmen hingegen nur mit einem Erlös von 107 Millionen Euro gerechnet. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war das Segment der privaten Immobilienfinanzierung, welches maßgeblich zum gestiegenen EBIT von 4,3 Millionen Euro (vorl. 4,3 Millionen Euro) beitrug. Diese Zahlen bedeuten eine mehr als vierfache Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (0,8 Millionen Euro) und unterstreichen die dynamische Erholung nach den schwierigen Rahmenbedingungen in 2023. Das Ergebnis pro Aktie verbesserte sich ebenfalls signifikant auf 0,45 EUR – eine Erhöhung um 463 Prozent.
So entwickelten sich die einzelnen Segmente
Die verschiedenen Geschäftssegmente von Hypoport zeigten unterschiedliche Wachstumstrends. Das Segment Real Estate & Mortgage Platforms konnte mit einem Wachstum von 24 Prozent auf 72,8 Millionen Euro besonders stark zulegen. Demgegenüber stand allerdings ein Rückgang von sechs Prozent auf 17,3 Millionen Euro im Segment Financing Platforms. Das Segment Insurance Platforms hingegen verzeichnete ein moderates Wachstum von fünf Prozent und erreichte einen Umsatz von 17,7 Millionen Euro.
Das sagt der Konzernchef
Der Vorstandsvorsitzende Ronald Slabke äußerte sich optimistisch über die Entwicklung und betonte die Bedeutung der strategischen Maßnahmen der letzten 18 Monate: „Wir haben in den letzten 18 Monaten umfangreiche Maßnahmen umgesetzt (...) Die ersten Resultate dieser zusätzlichen Marktdurchdringung sehen wir nun durch den starken Umsatzanstieg.“
Prognose bestätigt
Aufgrund der positiven Entwicklung bekräftigte das Management zudem die Jahresprognose für 2024, die einen erwarteten Umsatz von mindestens 400 Millionen Euro und ein EBIT zwischen zehn und zwanzig Millionen Euro vorsieht. Die Erfolge des ersten Quartals spiegeln nicht nur die erfolgreiche Anpassung des Unternehmens an Marktherausforderungen wider, sondern bestätigen auch die solide Wachstumsstrategie von Hypoport für das Jahr 2024.
Das macht die Hypoport-Aktie
Da die finalen Zahlen weitgehend den bereits im Vorfeld veröffentlichten Resultaten entsprachen, zeigt sich die Aktie am Montagmorgen wenig bewegt. Zuletzt stand ein leichtes Minus von 0,1 Prozent zu Buche. Gleichwohl hat das Papier des Finanzdienstleisters seit Jahresbeginn um mehr als die Hälfte angezogen (mit Material von dpa-AFX).
von Jan-Paul Fóri