Die Aktie von Siemens Healthineers sichert sich am Montag einen der Spitzenränge im DAX. Auftrieb verleihen positive News vom Konkurrenten Philips. Dessen Aktie zieht mittlerweile mit einem Plus von rund 43 Prozent davon und beflügelt den gesamten Sektor.
Philips hat sich in den USA auf eine Zahlung von 1,1 Milliarden US-Dollar (etwa eine Milliarde Euro) geeinigt, um Klagen wegen fehlerhafter Beatmungsgeräte beizulegen, ohne dabei ein Schuldeingeständnis zu leisten. Die Zahlung ist für das Jahr 2025 terminiert, was dem niederländischen Technologiekonzern Zeit verschafft, sich finanziell darauf einzustellen. Für die entstehenden Kosten mussten bereits Rückstellungen in Höhe von 982 Millionen Euro gebildet werden, während die Gesamtkosten der Mängelbehebung und der Rechtsstreitigkeiten auf rund 2,8 Milliarden Euro geschätzt werden.
Im ersten Quartal verzeichnete Philips einen Verlust von 998 Millionen Euro, mit einem leichten Rückgang des Umsatzes auf 4,1 Milliarden Euro. Trotz dieser Zahlen verbesserte sich das bereinigte EBITA von 359 Millionen auf 388 Millionen Euro, ein Indiz für gesteigerte operative Effizienz. Eine zusätzliche Entlastung erfährt Philips durch eine Vereinbarung mit Versicherern, die 540 Millionen Euro zur Deckung der Ansprüche aus dem Rückruf zahlen werden.
Nach Bekanntgabe der Einigung und der Quartalsergebnisse erlebte die Aktie von Philips einen deutlichen Kursanstieg.
Das macht die Siemens-Healthineers-Aktie
Die Siemens-Healthineers-Aktie steigt um 1,3 Prozent (mit Material von dpa-AFX).
von Sarina Rosenbusch