Der amerikanische Pharma-Konzern Bristol Myers Squibb hat am Donnerstag seine Zahlen für das erste Quartal präsentiert. Die Aktie fiel daraufhin wie ein Stein in die Tiefe. Was enttäuschte die Anleger?
Trotz eines Umsatzes von 11,78 Milliarden Dollar, der die Markterwartungen um 330 Millionen Dollar übertraf, meldete das Unternehmen einen überraschenden vierteljährlichen Verlust von 4,40 Dollar pro Aktie. Diese Zahlen lagen zwar im Rahmen der Analystenprognosen, konnten jedoch das Anlegervertrauen nicht stärken.
Ein schwerwiegender Schritt war die Ankündigung eines umfangreichen Kostensenkungsprogramms mit der Streichung von mehr als 2.200 Arbeitsstellen und der Einstellung von zwölf Entwicklungsprogrammen. Gleichzeitig setzt Bristol Myers Squibb auf strategische Fusionen und Übernahmen, darunter bemerkenswerte Akquisitionen wie RayzeBio und Karuna Therapeutics, um sein Portfolio zu verstärken. Doch die zunehmende Konkurrenz durch das erfolgreiche Produkt Keytruda von Merck & Co, das einen Umsatzanstieg von 20 Prozent verbuchte, während die Verkaufszahlen des Spitzenprodukts Opdivo rückläufig waren, stellt eine zusätzliche Herausforderung dar.
Das macht die Aktie von Bristol-Myers-Squibb:
Die Aktie stürzte am Vortag um 8,5 Prozent in die Tiefe. Im vorbörslichen US-Handel am Freitag geht es leicht um 0,7 Prozent aufwärts.
von Sarina Rosenbusch